Sozial- und Bildungsmanagement

Der Frieden in der Welt: Eine Erklärung

Der Frieden in der Welt: Eine Erklärung
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Damit der Frieden in der Welt möglich wird, haben Vertreter unterschiedlichster Religionsformen eine Erklärung für den Frieden verabschiedet. Unter dem Motto: „Frieden unter den Religionen als Voraussetzung für den Weltfrieden“ fand bereits im September 1998 in Osnabrück ein Symposium zur 350-Jahrfeier des Westfälischen Friedens statt. Vertreter unterschiedlichster Religionsformen diskutierten über notwendige Dialogformen und mögliche Wege zu einem dauerhaften Religionsfrieden. Der Beschluss ist immer noch aktuell.

Frieden in der Welt: Auf diesem Symposium wurde eine Erklärung verabschiedet
Dort heißt es: "Alle Religionen verstehen sich als Wege zum Heil der Menschen und der Menschheit. Sie halten das Bewusstsein wach, dass die Würde eines jeden Menschen unantastbar sein muss. Sie lehren uns, dass erfülltes menschliches Dasein in Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Frieden wurzelt.

Dabei beziehen sich unsere Religionen auf jene letzte übergreifende Wirklichkeit, die sie je nach ihrer Eigenart als Gott bezeichnen oder mit anderen Worten benennen. Mensch und Kosmos sind eingebettet in diese eine Wirklichkeit, die alle Religionen zugleich umgreift und übersteigt."

Der Frieden in der Welt durch die Religionsformen
Alle Religionsformen beziehen sich letztlich auf "etwas", was alle umgreift und übersteigt – in diesem Sinne erscheinen alle Religionsformen als gleichwertig. Sie sind in gleicher Weise glaubwürdig und glaubhaft.

Wenn die Gläubigen aller Religionsformen, aber auch die Menschen ohne religiös begründete Weltsicht, die prinzipielle Gleichwertigkeit ihrer jeweiligen Vorstellungen anerkennen, so können Religionsformen in Zukunft neben- und miteinander existieren ohne dass religiöse Unterschiede und Gegensätze als Begründung oder Anlass zu Gewalt, Unterdrückung oder Krieg missbraucht werden können.

Wer Frieden in der Welt will, muss den Dialog der Religionsformen fördern
Basis des Dialogs sollte die Grundhaltung sein, dass Religion als Gesamtphänomen aus den gleichen kollektiven Kräften erwachsen ist, wie Sprache oder Kunst. So wie Sprache sich auf der Welt unterschiedlich ausgestaltete, so lässt sich weltweit auch Religion in unterschiedlichsten Formen finden. Die entstandene Vielfalt gilt es zu erkennen und anzuerkennen – dies in ihrer prinzipiellen Gleichwertigkeit!

Eine solche allgemeingültige Grundhaltung erscheint heute umso wichtiger, da die Menschen nicht nur über Ländergrenzen hinweg miteinander auskommen müssen. Innerhalb vieler Länder leben die Menschen nicht mehr in homogenen religiösen Einheiten.

Lebten früher in Deutschland fast ausschließlich Christen, so leben heute auch Muslime, Buddhisten, Hindus, Bahai und viele Gläubige andere Religionsformen in diesem Land. Überall auf der Welt leben Menschen unterschiedlichster Religionszugehörigkeit innerhalb eines Staatssystems miteinander. 

Somit ist der Dialog und der Frieden unter den Religionsformen nicht nur für die Zusammenarbeit unterschiedlichster Staaten sondern auch für das alltägliche Leben der Menschen innerhalb dieser, in wachsendem Maße multikulturellen, Länder von Bedeutung.

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Dr. Britta Kanacher

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