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So schützen Sie sich vor den Sicherheitslücken bei WhatsApp!

geschrieben von Burkhard Strack

Benutzen Sie auch die Instant-Messaging-App WhatsApp für Ihr Smartphone? Das ist grundsätzlich keine schlechte Idee: Sie bezahlen eine einmalige Gebühr fürs Herunterladen, danach zahlen Sie maximal 0.99 Euro pro Jahr und sparen generell Geld für unnötige SMS. In letzter Zeit kommen jedoch immer größere Sicherheitslücken von WhatsApp zu Tage, die Ihre Daten gefährden können. Wie können Sie sich schützen?

Was ist WhatsApp?

WhatsApp ist ein Instant Messenger: Das bedeutet, dass man kostenlos Nachrichten zu anderen Smartphones schicken kann, die ebenfalls mit dieser Software versehen sind. Das Prinzip ist ähnlich dem bekannter PC-Messenger-Dienste. Neben normalen Textnachrichten, kann man aber auch Fotodateien, Videos und Audiodateien versenden. Im Gegensatz zu Messaging-Apps, wie iMessage ist WhatsApp erhältlich für iPhones, Androids, Blackberrys und viele mehr.

Welche Sicherheitslücke gibt es bei WhatsApp?

Das Problem von WhatsApp ist einfach: Die Daten bzw. Konversationen, die über WhatsApp geführt werden, sind nicht ausreichend verschlüsselt, vor allem in öffentlichen WLANs und können so von Dritten mitgelesen werden. Am Anfang diesen Jahres wurde eine Website eingerichtet, auf der man den Status von jedwedem WhatsApp-Benutzer einsehen und ändern konnte: Man brauchte lediglich die Telefonnummer dafür. Diese Website ist mittlerweile gelöscht aber nun in Form des WhatsApp-Sniffer frei im Internet erhältlich.

Die Funktionsweise der Schnüffelsoftware ist simpel: Ein öffentliches WLAN ist nicht geschützt und dadurch werden Konversationen per WhatsApp im Klartext übertragen. Der WhatsApp-Sniffer scannt das aktuelle Netzwerk nach möglichem Datenverkehr und zeigt aufgefangene WhatsApp-Konversationen dann auf dem Smartphone an. Sie können somit in Echtzeit mitgelesen werden. Auch gesendete Fotos und Videos werden mitgelesen.

Wie können Sie sich bei der Nutzung von WhatsApp schützen?

Die einfachste und logischste Antwort ist natürlich: Verzichten Sie auf die Nutzung von WhatsApp. Seitdem die Sicherheitslücken bekannt geworden sind, wurde die App auch erst einmal von Apple als auch Google aus ihren jeweiligen Stores entfernt. Zeitgleich arbeiten die Anbieter aber an einer neuen Version und Verbesserung der Sicherheit. Aber generell müssen Sie gar nicht auf WhatsApp verzichten.

Das größte Problem bei WhatsApp stellt die Nutzung öffentlicher WLANs dar und auf diese Nutzung sollten Sie verzichten. Wenn Sie also demnächst in einem Café sitzen, dann loggen Sie sich nicht mit dem dort benutzbaren, unverschlüsselten WLAN ein. Nutzen Sie stattdessen das eigene Netzwerk Ihres Mobilfunkanbieters oder nur ein passwortgeschütztes WLAN. Auf diese Netzwerke haben Spionage-Softwares wie der WhatsApp-Sniffer keine Zugriffsmöglichkeit und Ihre Gespräche sind vor ungewollten Lauschern geschützt.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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