Familie Praxistipps

Redet Ihr Kind zu viel?

Lesezeit: 2 Minuten Natürlich sprechen Sie gerne und viel mit Ihrem Kind, aber manchmal redet es ohne Punkt und Komma oder fragt Ihnen Löcher in den Bauch. So können Sie Ihrer "Quasselstrippe" eine Weile "ausschalten", ohne ihm die Lust auf spätere Gespräche zu nehmen.

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Redet Ihr Kind zu viel?

Lesezeit: 2 Minuten

Manchmal sind Kinder von einer Sache derart begeistert, dass sie nichts anderes mehr im Kopf haben und jedem stundenlang davon erzählen wollen. Oft sind endlose Warum-Fragen oder ausufernde Geschichten aber nur Mittel zum Zweck: Wenn Kinder zu viel reden, tun sie das meist, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

So entkommen Sie der Warum-Kette

Bei Eltern sind sie gefürchtet: Warum-Ketten wie z. B.

„Warum rennt der Mann so?“ – „Weil er es eilig hat.“
„Warum hat er es eilig?“ – „Weil er den Bus nicht verpassen will.“
„Warum will er den Bus nicht verpassen?“ usw.

Nicht immer ist Ihr Kind ernsthaft an einer Antwort interessiert, sondern spielt nur „Spielchen“. Sie erkennen das daran, dass es Ihre Antworten gar nicht richtig abwartet und darüber nachdenkt, sondern wie aus der Pistole geschossen schon die nächste Warum-Frage stellt. Sie entkommen einer Warum-Kette rasch und elegant mit einer einfachen Gegenfrage: ,,Was meinst du, warum er so schnell läuft?“ Ihr Kind kann seine Fantasie einsetzen, und Sie können miteinander ins Gespräch kommen. So macht es auch Ihnen plötzlich wieder Spaß, miteinander zu reden und zu philosophieren.

6 weitere hilfreiche Strategien

Wenn Ihr Kind sehr kommunikativ ist, ist es für Sie immer wieder eine Gratwanderung zwischen zwei Bedürfnissen:
Einerseits möchten Sie manchmal einfach Ihre Ruhe haben, und andererseits wollen Sie Ihrem Kind ein verlässlicher Gesprächspartner sein.
Mit den folgenden Ratschlägen können Sie die Situation entschärfen:

  1. Sprechen Sie in Ich-Botschaften. Auch wenn es verlockend erscheint, einfach „Jetzt halt aber mal den Mund!“ zu sagen: Tun Sie es nicht. Sprechen Sie lieber von sich („Ich möchte ausreden können, ohne dass du mich unterbrichst“) oder regen Sie Ihr Kind zum Nachdenken an („Würde es dir denn gefallen, wenn ich dazwischenrede, sobald du etwas erzählst?“).
  2. Sind Sie gerade beschäftigt oder brauchen Sie Ihre Ruhe, sollten Sie das Ihrem Kind ehrlich sagen, etwa: „Ich mache gerade … (oder: Ich möchte mich jetzt ein wenig ausruhen). Lass uns doch später miteinander reden (oder: wenn ich fertig bin).“
  3. Stellen Sie Körperkontakt her. Eine gute Methode, Ihr Kind wissen zu lassen, dass Sie jetzt für eine Weile genug gehört haben, besteht darin, Ihren Arm um Ihr Kind zu legen oder ihm die Hand auf die Schulter zu legen, während es redet. Dadurch bringen Sie Ihre Anerkennung zum Ausdruck, ohne ihm Ihre ganze Aufmerksamkeit zu widmen.
  4. Redet Ihr Kind pausenlos weiter, stellen Sie Ihre Ohren auf Durchzug und antworten Sie nicht mehr. Falls Ihnen das nicht gelingt, können Sie Ihr Kind aus dem Raum schicken oder selbst das Zimmer verlassen.
  5. Lassen Sie sich nicht unterbrechen. Wenn Sie mit Ihrem Partner oder einer Freundin sprechen und Ihr Kind redet ständig dazwischen, können Sie ihm sagen: „Wenn ich mit… fertig bin, höre ich dir gerne zu.“ Dann ignorieren Sie Ihr Kind und unterhalten sich weiter, ohne auf seine Zwischenbemerkungen einzugehen. Ihren Gesprächspartner sollten Sie allerdings vorher von dieser Strategie in Kenntnis setzen.
  6. Verpassen Sie Ihrem Kind kein Etikett. Titulieren Sie Ihr Kind nicht als „Quasselstrippe“, „Plappermaul“ oder „Quatschtüte“. Je öfter Ihr Kind diese Etiketten „aufgeklebt“ bekommt, umso eher wird es sich entsprechend verhalten und seinem Namen alle Ehre machen.

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