Praxistipps Versicherung

Pflegeversicherung: Kind nachweisen und Beitrag sparen

Lesezeit: < 1 Minute Wer keine Kinder hat und mindestens 23 Jahre alt ist, der zahlt in der gesetzlichen Pflegeversicherung einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent. Bei einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro macht das rund 100 Euro pro Jahr aus. Wie aber können Kinder nachgewiesen werden, um den Zuschlag zu vermeiden?

< 1 min Lesezeit

Pflegeversicherung: Kind nachweisen und Beitrag sparen

Lesezeit: < 1 Minute

Statt der üblichen 0,975 Prozent, die von den Versicherten (Arbeitnehmer, Rentner) getragen werden müssen, muss ein Kinderloser 1,225 Prozent seines Bruttoeinkommens für die gesetzliche Pflegeversicherung zahlen. Der Arbeitgeber/die Rentenversicherung beteiligen sich mit 0,975 Prozent an den Aufwendungen der Pflegeversicherung.

Drei Monate Zeit beim ersten Kind

Für Arbeitgeber wie Rententräger ist es deshalb wichtig, einen Nachweis über die Elternschaft vorgelegt zu bekommen, um die Beiträge korrekt einzubehalten und abzuführen. Frischgebackene Eltern haben drei Monate Zeit, um von Beginn an vom Zuschlag befreit zu sein (falls es sich um das erste Kind handelt). Andernfalls endet der Zuschlag zu Beginn des Monats, der auf den Nachweis folgt.  

Nicht immer ist es einfach, die (Stief-)Elternschaft nachzuweisen – insbesondere im vorgeschrittenen Alter. Was kann gegebenenfalls als "Nachweis" vorgelegt werden?

Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung haben folgende Dokumente aufgeführt:

  • Geburtsurkunde
  • Lohnsteuerkarte
  • Abstammungsurkunde
  • Auszug aus dem Geburtenbuch des Standesamtes
  • Auszug aus dem Familienbuch/Familienstammbuch
  • Adoptionsurkunde
  • Kindergeldbescheid
  • Kontoauszug mit Kindergeldeingang
  • Elterngeldbescheid
  • Bescheinigung über den Bezug von Mutterschaftsgeld
  • Nachweis über Elternzeit-Inanspruchnahme
  • Einkommensteuerbescheid mit Kinderfreibetrag
  • Bescheid der Rentenversicherung über die Anerkennung von Kindererziehungszeiten

Es genügt auch die Vorlage einer Sterbeurkunde. Denn es kommt weder darauf an, wie alt das Kind eines Pflegeversicherten ist, noch darauf, ob das Kind noch lebt. Auch die Zahl der Kinder einer pflegeversicherten Person ist unwichtig.

Sind entsprechende Unterlagen nicht mehr zu beschaffen (etwa bei Versicherten, die aus Krisengebieten gekommen sind), so dürfen die Pflegekassen auch Taufbescheinigungen oder Zeugenerklärungen anerkennen.

Im Bundesland Sachsen gelten übrigens besondere Beitragssätze. Für Arbeitnehmer/Rentner mit Kindern sind es 1,475 Prozent, mit Beitragszuschlag 1,725 Prozent. Arbeitgeber/Rententräger zahlen hier 0,475 Prozent. Das Äquivalent für die Arbeitnehmer: Der Buß- und Bettag ist arbeitsfrei. Für Arbeitslose zahlen die Agenturen für Arbeit bundesweit die vollen Beiträge.

Lesen Sie auch unsere Übersicht "Pflegefall: Kosten und Versicherungen".

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: