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Alkoholsucht beim Partner: So gehen Sie damit um

Lesezeit: 2 Minuten Mit Alkoholsucht umzugehen ist schwierig. Wenn der Mensch den man liebt trinkt und sein Problem nicht erkennt, ist das eine große Herausforderung für eine Partnerschaft. Lassen Sie sich beraten, was Sie am besten tun können um ihrem Partner zu helfen, ihn aber nicht zu verschrecken.

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Alkoholsucht beim Partner: So gehen Sie damit um

Alkoholsucht beim Partner: So gehen Sie damit um

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Mit einem alkoholsüchtigen Partner zusammenzuleben ist sehr schwierig. Es bedarf viel Kraft und Durchhaltevermögen und bedeutet häufig viele Rückschläge und auch eine starke Belastung der Partnerschaft.

Falls Ihr Partner noch nicht erkannt hat, dass er alkohlsüchtig ist, müssen Sie sich zunächst  klarmachen, dass Sie ihn nicht werden heilen können. Achten Sie aber auf sich selbst und holen sich Informationen rund um das Thema ein, gibt es Möglichkeiten, wie Sie Ihren Partner auf den richtigen Weg bringen können.

Lassen Sie sich beraten, wie Sie mit der Alkoholsucht Ihres Partners umgehen können

Wichtig ist, dass Sie Ihrem Partner das Trinken nicht verbieten. In jedem, der ihm helfen will, sieht er zunächst jemanden, der ihm seinen Alkohol wegnimmt, weshalb Aggressionen und Gegenwehr nicht unüblich sind.

Gehen Sie zu einer Beratungsstelle und lassen Sie sich fachlich darüber aufklären, welche Möglichkeiten Sie im Umgang mit der Alkoholsucht Ihres Partners haben. Zudem sollten Sie sich so umfassend wie möglich über das ganze Thema informieren, um ein noch ausgeprägteres Gefühl für die Alkoholsucht und den Umgang mit Ihrem Partner zu bekommen.

Kontrollieren Sie Ihren Partner nicht

Informieren Sie den Arzt Ihres Partners über Ihren Verdacht und überlegen Sie gemeinsam mit ihm, wie ihm geholfen werden kann. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Partner keine Vorwürfe machen, denn in der Regel machen sich Alkoholkranke diese selbst. Sie führen zu Aggressionen und können das Trinken verstärken.

Vermeiden Sie außerdem, Ihren Partner zu kontrollieren. Sowohl für Sie ist das nervlich sehr anstrengend als auch für ihn und führt nur zu zusätzlichen Spannungen. Rationieren Sie auch nicht seinen Alkohol oder schütten Sie ihn weg – er wird sich neuen besorgen und Ihnen gegenüber feindselig eingestellt sein.

Kaufen Sie Ihrem Partner keinen Alkohol

Nehmen Sie ihn nicht in Schutz, wenn er wegen seiner Alkoholsucht nicht zu einem Treffen mit Freunden oder zur Arbeit erscheinen kann. Überlassen Sie ihn in der Hinsicht sich selbst und fördern Sie nicht noch sein Suchtverhalten. Denn erst wenn der Leidensdruck hoch ist, wird er sein Verhalten einsehen. Fehlen aber jegliche Konsequenzen, da Sie sie ihm abnehmen, macht es das Weitertrinken für ihn leichter.

Ganz wichtig ist, dass Sie Ihrem Partner keinen Alkohol kaufen. Er muss zusehen, wie er an Alkohol kommt, wenn er trinken will. Pumpt er Sie um Geld an, leihen Sie ihm keins. Bleiben Sie hart, auch wenn es schwer fällt.

Nur mit Selbsterkenntnis wird ein Entzug funktionieren

Wichtig und gleichzeitig auch schwierig ist es, sachlich zu bleiben. Machen Sie ihm keine irrationalen Vorwürfe oder gehen Sie ihn an, sondern sehen Sie die Alkoholsucht als eine Krankheit, die Hilfe bedarf. Versuchen Sie in Situationen, in denen Ihr Partner nüchtern ist, mit ihm darüber zu sprechen und ihn vorsichtig zur Einsicht zu bringen, dass er krank ist.

Nur wenn er es selber erkennt, wird er daran etwas ändern. Falls Sie Konsequenzen wie etwa einen Auszug oder eine Trennung androhen, seien Sie auch konsequent. Machen Sie ihm deutlich, dass Sie nur bei ihm bleiben können, wenn er Hilfe von außen annimmt und sich behandeln lässt.

Denken Sie in dieser schwierigen Zeit auch an sich selbst! Bleiben Sie bei Ihren Hobbys, treffen Sie Ihre Freunde und unternehmen Sie die Dinge, die Ihnen Spaß machen und gut tun, um Ihr Leben aktiv zu gestalten und nicht nur in den Schatten der Alkoholsucht Ihres Partners zu stellen.

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Bildnachweis: anyaberkut / stock.adobe.com

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