Immobilien

Tipps zum Marketing in der Immobilienbranche

Tipps zum Marketing in der Immobilienbranche
geschrieben von Judith Sucksdorf

Da der Markt in der Immobilienbranche sich von anderen abhebt, müssen die besonderen Bedürfnisse der Kunden auch im Marketing berücksichtigt werden. Bei Betrachtung der Maslowschen Bedürfnispyramide gehört die Nutzung von Immobilen zur Befriedigung von Elementarbedürfnissen. Hier finden Sie Tipps für Ihr Marketing.

Bei den Kunden steht der Schutz, also das Dach über dem Kopf im Vordergrund. Deshalb muss beim Marketing die Nutzung der Immobilien im Mittelpunkt stehen: Wohnungen werden zum Wohnen gebraucht, Büroräume werden benötigt für Leitungs- und Verwaltungsaufgaben und Verkehrsbauten benötigen ebenfalls Grundstücke.

In der Immobilienwirtschaft gibt es keine Möglichkeit der Substitution, denn für eine Immobilie gibt es keine anderen Güter, die die Nachfrage befriedigen könnten.

Da jede Immobilie ihren eigenen Charakter hat, gibt es keine homogenen Güter. Selbst die Dreizimmerwohnung im Plattenbau kann sich durch viele Kleinigkeiten abheben, sei es die Nachbarschsaft, der Blick aus dem Fenster oder nebenstehende Gebäude.  Eine Immobilie ist immer an ihren Standort gebunden und deshalb auch die Vermarktung der Immobilie.

Da Immobilien sehr langlebig sind, ist die Entscheidung des Kunden hier sehr gut überdacht. Es muss berücksichtigt werden, dass eine Nutzungsumfunktionierung erforderlich sein kann. Außerdem kann die Immobilie von mehreren Bedarfsträgern genutzt werden.

Der Immobilienmarkt kann starken Schwankungen ausgesetzt sein, einerseits durch gesetzliche Änderungen, territoriale Veränderungen und den Schwankung im Vermieter- und Mietermarkt.

Produktpolitische Maßnahmen

Bei produktpolitischen Maßnahmen muss das Produkt den Anforderungen des Marktes angepasst werden, hier stehen der Immobilienwirtschaft einige Mittel zur Verfügung:

  • Anbieten von Baubetreuung
  • Wohnungen altersgerecht gestalten
  • Verbesserung der Grundriss-Gestaltung bei Neubau und Sanierung
  • Wohnumfeld-Gestaltung und dadurch Steigerung des
    Wohnwertes
  • Anbieten von Fremdverwaltung in hoher Qualität

Preispolitische Instrumente

Preispolitische Instrumente verbessern die Absatzmöglichkeiten, sind aber in der Immobilienwirtschaft stark eingeschränkt. Das Miethöhegesetz hat eine preisstabilisierende Wirkung, Käufer und Verkäufer handeln sehr überlegt, da die Entscheidung langfristig bindet und bei öffentlich gefördertem Wohnraum wird eine Preisveränderung ausgeschlossen.

Kommunikationspolitik

Die Kommunikationspolitik kann in zwei Gruppen einteilen werden:

  • Kommunikation vom Markt
  • Kommunikation zum Markt

Durch die Werbung soll der potentielle Kunde zu einem bestimmten Handeln veranlasst werden. Unter Beachtung der Grundsätze der Werbung (Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit, Wahrheit, Zielklarheit, Einheitlichkeit, Originalität und Aktualität) und die Aufgaben der Werbung (Psychologische Anreize, Lenkung von Bedürfnissen, Unterrichtung und Aufklärung der Verbraucher und Vertrauensgewinn) soll ein Kaufentschluss erzeugt werden.

Public Relations wirken absatzfördernd, wenn die Mittel Zeitungsartikel, Berichte in Funk und Fernsehen, Pressekonferenzen oder Besichtigungen sinnvoll eingesetzt werden, obwohl hier der Absatz nicht im Vordergrund steht. 

Die Marktentwicklung ist sehr vielfältig

Vermietungsmärkte beinhalten beispielsweise Wohnungs-, Gewerbe- und Gerätevermietung. Maklerleistung und Grundstücksverkehr beschäftigen sich unter anderem mit Baugrundstücken, Industriegrundstücke oder Eigentumswohnungen. 

Servicemärkte können die Betreuung von Bauherren, Hausmeisterleistungen, Wachdiensten oder Grundstückspflege beinhalten.

Bauleistungsmärkte befassen sich mit dem Neubau von Wohnbauten, Industriebauten oder auch öffentliche Bauten. Verwaltungsmärkte verwalten Wohnungen, Gewerbeeinrichtungen oder Grundstücke.

Wie sich diese Teilmärkte entwickeln, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab: 

  • Bleibt der Trend zu Singlehaushalten erhalten?
  • Wie verändert die neue Energiepolitik die Kosten für Wohneigentum bzw. die Nachfrage?
  • Bleibt Deutschland ein Einwanderungsland?
  • Entsteht ein Trend zur Zweitwohnung, da immer mehr Flexibilität von Arbeitnehmern verlangt wird?

Wenn man sich stetig diese Fragen stellt und immer ein Auge auf den stark fluktuierenden Markt hat, so kann man auch in dieser Branche zeitnah auf Veränderungen reagieren und die entsprechenden marketingpolitischen Maßnahmen ergreifen, um so seine Position zu stabilisieren oder sogar die Marktanteile zu steigern.

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Judith Sucksdorf

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