Kinder- & Jugendgesundheit

Hilfe, unser Kind schlafwandelt!

Hilfe, unser Kind schlafwandelt!
geschrieben von Wilfried Bauer

Es ist kurz nach Mitternacht: Mit einem starren Gesichtsausdruck und scheinbar zielstrebig tappst die sechsjährige Cornelia den ganzen Flur entlang. Sie hat die Augen geöffnet, doch in Wirklichkeit schläft sie tief und fest. Das was Eltern zutiefst erschreckt und verwundert, kommt gerade im Kindesalter hin und wieder vor. Aber wie sollten Sie reagieren, wenn Ihr Kind schlafwandelt?

Wissenschaftler, die Schlafstörungen bei Kindern im Einschulungsalter untersuchten haben festgestellt, dass circa 3% der Kinder manchmal schlafwandeln. Immer wieder wird beobachtet, dass Kinder zwischen drei und fünf Jahren hin und wieder nachts herumlaufen. Während der Pubertät verschwindet es meist wieder.

Das Phänomen, das medizinisch zu den Aufwachstörungen gehört, ist in der Regel harmlos. Das Kind sollte dem Arzt vorgestellt werden, wenn es über einen längeren Zeitraum oder fast jede Nacht schlafwandelt.

Warum schlafwandeln Kinder?

Die Ursache dieses Phänomens ist noch nicht geklärt. Es kann familiär gehäuft auftreten, so dass eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt.

Beim Schlafwandeln handelt es sich um ein unvollständiges Erwachen meist aus dem ersten Tiefschlaf heraus. Schlafwandler berichten meistens logische und folgerichtige Dinge. Sie können sich ganz gezielt am Kühlschrank betätigen oder auch Kleidung und Schuhe anziehen und die Wohnung verlassen. Sie erinnern sich am nächsten Morgen an überhaupt nichts.

Das Schlafwandeln kann auch in einer abgeschwächten Form auftreten. So kann es sein, dass das Kind sich im Bett aufrichtet und einfache motorische Bewegungen immer wieder und wieder ausführt. Das kann sein, dass das Kind immer wieder über die Bettkante streicht oder es zupft an der Bettdecke herum.

Tipps für Eltern

  • Schlafwandelnde Kinder bewegen sich meistens geradeaus, auch dann, wenn ihr Weg zu Ende ist. Hier ist an Absturzgefahr zu denken.
  • Wenn der nächtliche Spaziergang bemerkt wird, sollten die Eltern das Kind ganz behutsam steuern, damit es wieder allein ins Bett findet.
  • Es ist darauf zu achten, dass alle Fenster sowie Wohnungs- und Balkontüren verschlossen sind.
  • Wenn Sie an der Tür des Kinderzimmers eine kleine Glocke anbringen, dann werden sie nachts darauf aufmerksam gemacht, dass ihr Kind umher wandert.

Bildnachweis: JenkoAtaman / stock.adobe.com

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