Krise am Immobilienmarkt – Die Blase beginnt zu platzen

Die Blase am Immobilienmarkt in Großbritannien und in den USA brach alle Rekorde. Die Preise stiegen zuletzt in den USA um 18 Prozent und in Großbritannien um 27 Prozent. Jetzt scheint diese Phase am Immobilienmarkt auszulaufen.

Phasen am Immobilienmarkt
Der britische Immobilienmarkt schwächt sich seit Monaten ab, der Preisanstieg tendiert gegen Null. Nun flaut auch der Boom am US-Immobilienmarkt ab.
Die Zahl verkaufter neuer Häuser steigt zwar immer noch. Jedoch nur aufgrund vorgezogener Käufe, bevor sich die Hypothekenzinsen verteuern. Es handelt sich also nur um eine temporäre Reaktion und nicht um einen beginnenden neuen Aufwärtstrend am Immobilienmarkt generell.

Gründe für den Abwärtstrend am Immobilienmarkt:

  • Die Hausbaubeginne weisen inzwischen nach unten. Sie fielen von September bis Oktober um 5,6 %.
  • Die Jahresrate von 2,7 Mio. Einheiten – die niedrigste seit März 2005 – lag unter den Schätzungen.
  • Die Wirtschaftstätigkeit am Immobilienmarkt lässt im Westen der USA um 10,8 % nach, im Nordosten um 7,5 %.
  • Das Builder Sentiment (Vertrauen der "Häuslebauer“) fällt.
  • Die "National Association of Home Builders" ermittelt in US-weiten Umfragen die Hausbau-Aktivität.
  • Die November-Umfragen zeigen einen deutlichen Rückgang.
  • Der Immobilienmarkt-Index sank im Oktober von 68 auf 60 Punkte – seit Oktober 2001 der größte Rückgang.
  • Die Baugenehmigungen sanken um 6,7 % – der höchste einstellige Rückgang seit mehr als sechs Jahren.

Der Immobilien-Boom ist vorbei. Das Geld wandert aus dem Immobilienmarkt ab.

Veröffentlicht am 27. Februar 2006
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