Welche Krankenzusatzversicherungen es gibt und welche nötig sind

Besonders für die Zähne wird häufig eine Krankenzusatzversicherung abgeschlossen

Krankenzusatzversicherungen gibt es wie Sand am Meer. Welche davon jedoch wirklich wichtig und nötig sind, ist teilweise schwer zu erkennen und individuell verschieden. Lesen Sie mehr dazu, welche Versicherung für Sie wirklich nützlich sein könnte, in diesem Artikel!

Die Leistungen, die die gesetzlichen Krankenkassen abdecken, sichern die Grundversorgung, decken aber meist keine besonderen Extras ab. So muss eine Behandlung beim Heilpraktiker selbst bezahlt werden, viele Kassen bieten keine besseren Leistungen für einen Krankenhausaufenthalt an und wieder andere übernehmen keinen Zahnersatz. Für den Fall, dass aber doch mal Zusatzleistungen benötigt werden, kann eine Krankenzusatzversicherung sinnvoll sein.

Eine Krankenzusatzversicherung deckt dabei das ab, was von der gesetzlichen Krankenkasse nicht getragen wird. Krankenzusatzversicherungen gibt es dabei für alle möglichen Bereiche – welche wirklich nötig ist und welche überflüssig ist dabei meist schwer zu erkennen. Es gibt auch kombinierte Angebote, die mehrere Bereiche abdecken können.

 

Bessere Leistungen im Krankenhaus: Krankenhauszusatzversicherung

Für bessere Leistungen und mehr Komfort im Krankenhaus bietet sich eine Krankenhauszusatzversicherung an. Sieht die gesetzliche Krankenversicherung vor, dass Patienten im nächstgelegenen Krankenhaus behandelt und in einem Mehrbettzimmer mit anderen Patienten untergebracht werden, kann diese Leistung mit der Zusatzversicherung noch verbessert werden.

Ein Krankenhaus nach Wahl, die Behandlung durch den Chefarzt und ein Ein- oder Zweibettzimmer sind die Vorteile, die einem der Abschluss einer Krankenhauszusatzversicherung bringt. Die Leistungen ähneln dann denen einer privaten Krankenversicherung. Gesetzlich Versicherte sollten sich überlegen wie wichtig Ihnen die Zusatzleistungen bei einem Krankenhausaufenthalt sind.

Ist ein Mehrbettzimmer keine Option oder soll das Krankenhaus unbedingt frei wählbar sein, dann ist eine Krankenhauszusatzversicherung eine gute Wahl. Legt jemand nicht so viel Wert auf die Anzahl der Bettnachbarn, dann ist diese Form der Zusatzversicherung weniger wichtig. Jemand, der eine Krankenhauszusatzversicherung nur wegen des Einzelzimmers abschließt, sollte sich im Vorfeld schlau machen, ob es nicht günstiger sein kann, den Aufpreis für ein Einzelzimmer im Ernstfall selber zu zahlen, als monatlich eine teure Zusatzversicherung. 

Zahnzusatzversicherungen schützen vor hohen Kosten bei Zahnersatz

Ebenfalls eine gerne abgeschlossene Krankenzusatzversicherung sind die Extra-Leistungen für Zähne. Dabei werden Kosten für Kronen, Zahnersatz oder Inlays anteilig oder sogar bis zu 90 % übernommen – im jeden Fall aber deutlich über die Leistungen der gesetzlichen Kassen hinaus. Wichtig bei der Überlegung, ob eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen werden soll ist, wie hoch der Anteil der Erstattung ist. Dabei sollte sich die prozentuale Abgabe nicht auf die Gesamtrechnung sondern auf den Kassenanteil beziehen.

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich für Menschen, die nicht völlig gesunde Zähne haben und Wert auf hochwertigen Zahnersatz legen. Hatte man noch nie Probleme mit seinem Gebiss und lässt von einem Zahnarzt mindestens einmal im Jahr die Zähne kontrollieren, kann eine Zahnzusatzversicherung unnötig sein. In den seltensten Fällen bereiten Zähne, die immer gesund waren, innerhalb kürzester Zeit so große Probleme, dass teurer Zahnersatz fällig wird.

Krankentagegeldversicherung – sinnvoll für bestimmte Personen

Eine Krankenzusatzversicherung, die Krankentagegeld abdeckt, ist besonders für Selbstständige und Freiberufler sinnvoll, wenn kein Krankengeld über die gesetzliche Krankenkasse mit versichert ist. Eine Krankentagegeldversicherung stellt sicher, dass Betroffene während einer Krankheit einen vereinbarten Betrag pro Tag entweder sofort oder ab einer bestimmten Krankheitszeit erhalten.

Auch Angestellte, denen das vom Arbeitgeber ausgezahlte Krankheitsgeld nach sechs Wochen nicht reicht (70 % des Bruttolohns), können über eine Krankentagegeldzusatzversicherung nachdenken. Beim Abschluss sollten allerdings Wartezeiten bei einer Rückfallerkrankung geprüft werden. Auch ob das Tagegeld der Inflation angepasst dynamisch gesteigert wird, sollte ein Kriterium für den Vertragsabschluss sein.

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Veröffentlicht am 27. November 2014
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