Versicherung

Was Sie bei der Baufinanzierung beachten müssen

Eine Baufinanzierung ist eine teure Angelegenheit und sollte wohl überlegt werden. Nebenkosten, Eigenkapital und Tilgungsraten sind wichtige Punkte, wenn es um die Planung eines Hauskaufs geht. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel!

Der Traum vom Haus ist für viele Menschen ein Lebenstraum – der auch meistens fast ein Leben lang finanziert wird. Schließlich ist ein Kredit über mehrere Hunderttausend Euro in den meisten Fällen nicht nach zehn Jahren abbezahlt, sondern begleitet viele Hauskäufer oder –bauer über mehrere Jahrzehnte. Es sollte daher gut überlegt werden, für welchen Kredit man sich entscheidet, schließlich sind die Tilgungsraten über sehr lange Zeit ein fester Bestandteil der monatlichen Fixkosten.

Zu Beginn einer Baufinanzierung steht daher ein Finanzierungsplan, anhand dessen überlegt werden sollte, wie der zusätzlich zum Eigenkapital (wenn vorhanden) fehlende Betrag aufgebracht werden sollte. Angebote für Kredite gibt es dabei wie Sand am Meer und die Möglichkeiten für eine Baufinanzierung sind vielfältig.

Unterschätzen Sie nicht die Nebenkosten einer Baufinanzierung

Schon vor dem Kauf eines Hauses müssen bis zu fünfstellige Summen aufgewendet werden, um Maklerprovision, Grunderwerbssteuer und die Kosten für einen Notar zu begleichen. Diese Ausgaben sollten Sie unbedingt zu dem Kaufpreis für ein Haus hinzurechnen, denn ohne geht es nicht. Auch eventuelle Renovierungs- oder Umbaukosten müssen Sie bedenken, wenn Sie sich für ein Objekt entscheiden und die Baufinanzierung durchplanen.

Da die meisten Bundesländer in den vergangenen Jahren die Grunderwerbssteuer erhöht haben, sind die Nebenkosten für einen Immobilienkauf an den meisten Orten gestiegen. 

Welchen Vorteil hat eine Baufinanzierung mit Eigenkapital?

Zwar ist auch eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital möglich, je mehr Eigenkapital aber da ist, umso besser. Mindestens 20 % sollten es laut Experten für Immobilien-und Nebenkosten sein, je höher das Eigenkapital desto geringer die Zinsen und die Laufzeit. Eine Baufinanzierung komplett ohne Eigenkapital lassen sich die Banken ordentlich etwas kosten. Das größere Risiko wird mit höheren Zinsen aufgeschlagen.

Zusätzlich dient das Eigenkapital als Absicherung, falls die Immobilie noch während der Darlehenstilgung verkauft werden soll. Das Risiko, den Kredit nicht mit dem Verkaufserlös des Hauses abbezahlen zu können ist nicht zu verachten, weshalb Eigenkapital hilft, diesen Fall abzusichern.

Wie viel Geld für Wohnen ausgegeben werden sollte

Von Ihrem monatlichen Netto-Einkommen sollten Sie maximal 40 % für Wohnen ausgeben. Dieser Betrag beinhaltet sowohl die Tilgung des Kredits als auch die Bezahlung der monatlichen Nebenkosten, wie zum Beispiel Wasser und Strom. Pro Quadratmeter liegen diese Nebenkosten bei einer Immobilie im Schnitt bei 2,50 Euro bis 3 Euro.

Gehen Sie bei der Planung einer Baufinanzierung alle Eventualitäten durch. Was ist, wenn Sie oder Ihr Partner den Job verlieren – reicht das Geld trotzdem noch zur Kredittilgung? Wie sieht es aus, wenn Ihr Gehalt in ein paar Jahren niedriger ausfallen sollte als derzeit – kommen Sie mit Ihrer monatlichen Tilgungsrate immer noch hin? All diese Fälle sind mögliche Szenarien, die bei der Entscheidung für eine Baufinanzierung unbedingt bedacht werden sollten. 

Vergleichen Sie!

Ganz wichtig, bevor Sie einen Kredit abschließen, ist zu vergleichen! Gehen Sie zunächst zu einem Kreditvermittler, der sich auf dem Markt auskennt. Erkundigen Sie sich dann bei kleineren, regionalen Banken, welche Konditionen sie anbieten. Mit all diesen Angeboten, die Sie bis dahin eingeholt haben, sollten Sie sich dann an Ihre Hausbank wenden.

Der effektive Jahreszins ist der, auf den Sie bei der Entscheidung für einen Kredit achten sollten. Neben dem Nominalzins berücksichtigt dieser nämlich auch noch Bearbeitungsgebühren und Zins- und Tilgungsverrechnungen und ist daher aussagekräftiger als der reine Nominalzins.

Mehr zum Thema Baufinanzierung und wie Sie Kreditbearbeitungsgebühren zurückfordern können, lesen Sie in diesem Artikel!

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.