Unfallversicherung

Die Unfallversicherung für Babys – wie wichtig ist sie wirklich?

geschrieben von Markus Köhler

Man sagt, dass kleine Kinder einen besonderen Schutzengel haben und ähnlich wie die Katzen immer auf allen Vieren landen. Doch das Schlimmste, was Eltern passieren kann ist, wenn wirklich etwas geschieht, das kleine Wesen etwas verschluckt oder der Kinderwagen umstürzt. In frühen Lebensjahren ist das Risiko bleibender Schäden durch Unfälle besonders hoch. Sollten Sie eine Unfallversicherung für Babys abschließen?

Ihr Baby in Gefahr

Eines der ersten Dinge, die werdende Mütter und Väter im Schwangerschaftskurs lernen ist, wie das Baby richtig gehalten und gewickelt wird. Dort kann nämlich vieles falsch gemacht werden. Die Muskulatur des Babys ist noch nicht richtig ausgeprägt, die Motorik noch nicht entwickelt, so dass der kleine Mensch falscher "Handhabung" nicht entgegentreten kann.

Beachten Sie, dass der gesetzliche Schutz gerade zu diesen Zeiten gar nicht besteht. Eine gesetzliche Unfallvorsorge besteht erst in Kindergarten und später in der Schule, sowie auf dem Hin- und Rückweg. Es gibt also keinen Schutz vor dem Eintritt in die Betreuungseinrichtungen, aber auch außerhalb dieser Betreuungseinrichtungen nicht.

Versorgungslücke Zuhause

Wenn also Ihr Kind zwar Schulkind ist, es aber – Gott behüte – nachmittags nach den Hausaufgaben beim Fahrradfahren angefahren wird, bezahlt Ihre Krankenkasse zwar die medizinische Versorgung, aber nicht den Verdienstausfall, den Sie erleiden, wenn Sie es über längere Zeit zu Hause pflegen müssen. Dasselbe gilt auch, wenn Ihr Kind von einem Unfall bleibende Schäden oder sogar Behinderungen zurückbehält. Hier muss gegebenenfalls das ganze Leben, insbesondere das Wohnumfeld, behindertengerecht umgestaltet werden.

Auch wenn viele Eltern sich einen solchen Unfall nicht vorstellen können, so sind es doch 123.000 Kinder unter fünf Jahren, die jährlich nach einem Sturz behandelt werden müssen. Ein schwerer Sturz führt nach Untersuchungen des Robert Koch Instituts bei Säuglingen meist zu Schädel-Hirn-Verletzungen und leider nicht selten auch zum Tode.

Die experto-Redaktion meint: Unfälle lassen sich bei aller Fürsorge und Aufmerksamkeit nicht immer verhindern. Daher sollten Sie sich rechtzeitig über eine Unfallversicherung für Ihr Baby informieren, die Ihrer Familie hilft, die finanziellen Sorgen zu mildern.

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Markus Köhler

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