Ab 700 Euro Unfallschaden werden Gutachterkosten erstattet

Kommt es zu einem Unfallschaden, der nicht selbst verschuldet wurde, stellt sich meist zuerst die Frage, ob das Fahrzeug sofort zur Reparatur soll, oder ob erst ein Gutachten erstellt wird. Muss ein Sachverständiger hinzugezogen werden? Darf er hinzugezogen werden? Dass sich die Kfz-Haftpflichtversicherer bei dieser Kostenposition gern weigern etwas zu erstatten, ist allgemein bekannt.

Der geschädigte Autofahrer ist zur Schadensminderung angehalten, das heißt, er darf nach dem Unfallschaden keine unnötigen Kosten verursachen. Erstattet werden müssen die Gutachterkosten nur dann, wenn ein verständig und wirtschaftlich denkender Unfallteilnehmer es für notwenig erachtete, einen Sachverständigen hinzuzuziehen.

Das ist nicht der Fall, wenn es um einen Bagatellschaden geht. Dazu zählen, nach dem Landgericht Coburg, Schäden unter 700 Euro (LG Coburg, 20.07.2007, Az.33 S 36/07). Mit anderen Worten: Ist der Unfallschaden voraussichtlich höher, kann ein Sachverständiger beauftragt und mit der Erstattung der Kosten  gerechnet werden.

Veröffentlicht am 13. Juli 2008
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