Versicherung

Risikolebensversicherung: Diese 4 Konditionen und Modelle sollten Sie auswählen

Die Risikolebensversicherung, häufig schlicht als „RLV“ abgekürzt, soll Angehörige absichern. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn sich in der Familie der Hauptverdiener versichert. Immer erhalten Angehörige durch die Police die vereinbarte Summe ausgezahlt, sobald es zum Todesfall der versicherten Person kommt. Wer begünstigt wird, entscheidet der Versicherte selber.

Die Risikolebensversicherung kann Angehörige absichern, in einer Zeit, in der ein Todesfall zu schwerwiegenden finanziellen Folgen führt. Sinnvoll ist sie beispielsweise, um die eigene Familie finanziell abzusichern, in Unternehmen, die zusammen mit mehreren oder mindestens einem Geschäftspartner geführt werden oder als Restkreditversicherung – damit Hinterbliebene keine verbleibenden Kredite aus eigener Tasche ableisten müssen. Die folgenden Konditionen und Unterscheidungen gilt es zu berücksichtigen.

1. Beteiligung an Überschüssen des Versicherers

Versicherer sind dazu verpflichtet, vorsichtig zu kalkulieren und einen eigenen Sicherheitspuffer zu unterhalten. Dadurch kommt es in aller Regel dazu, dass Versicherer jährliche Überschüsse erwirtschaften, welche wiederum an die Versicherungsnehmer teilweise weitergegeben werden. Versicherte mit langfristig angelegten Policen, wie es die Risikolebensversicherung ist, haben einen präferierten Anspruch auf diese Überschusszahlungen. In welcher Höhe und wann diese zusätzlichen Zahlungen eintreten, wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst – beispielsweise warum es zum Überschuss kam und woher dieser primär stammt. Daher sollten Sie sich im Vorfeld informieren, welche Rechnung der Versicherer heranzieht und inwiefern die Überschüsse ausgezahlt werden.

2. Angehörige absichern und Überschuss-Verrechnung beachten

Die Überschüsse werden üblicherweise als Sofortrabatt oder als Todesfall-Bonus gewährt. Bei dem Rabatt reduzieren sich die monatlichen Kosten, die Versicherungssumme hingegen bleibt gleich. Beim Todesfall-Bonus wird der Überschuss zusätzlich auf die Versicherungssumme gerechnet – reduzieren sich die Überschüsse in den Jahren danach, erhalten Angehörige aber weniger Geld. Ein Sofortrabatt kann daher von Vorteil sein.

3. Zu den Konditionen: notwendige Versicherungssumme, um Angehörige absichern zu können

Die Risikolebensversicherung soll Hinterbliebene schützen, indem eine zusätzliche Säule als Einkommen verfügbar gemacht wird. Eine ganz grobe Faustregel besagt, dass die Versicherungssumme mindestens das Drei- bis Fünffache vom Nettojahreseinkommen des Versicherten ausmachen soll. Weiterhin müssen die Konditionen natürlich individuell auf die Bedürfnisse und Situation angepasst werden, anderenfalls droht eine Über- oder Unterversicherung, bei der man zu viel zahlt oder zu wenig abgesichert wird. Wer Angehörige absichern möchte, sollte im Falle der Kinder die Summe so wählen, dass diese bis zum Abschluss des Studiums oder der Ausbildung abgesichert sind – zusätzlich zur Voll- oder Halbwaisenrente geht man von einem notwendigen Betrag um die 6.000 Euro p.a. aus.

Wer zusätzlich zur Risikolebensversicherung noch Vermögen besitzt, beispielsweise eine eigene Wohnung die vermietet wird oder ein Haus was mietfrei und restschuldenfrei bewohnt wird, kann die Versicherungssumme entsprechend niedriger ansetzen. Es hilft, wenn eigenständig eine Aufstellung gemacht wird, die alle notwendigen monatlichen Kosten erfasst, einen ausreichenden Puffer ermöglicht und dann auf das Jahr hochgerechnet wird. So erhalten Sie einen Überblick, welche Verbindlichkeiten die Risikolebensversicherung mindestens decken muss.

4. Die Varianten der Risikolebensversicherung

Eine Variante ist die fallende Versicherungssumme, um Angehörige absichern zu können. Diese Option wird meist gezogen, wenn die Risikolebensversicherung vorhandene Kredite absichern soll. Die Versicherungssumme reduziert sich dann ungefähr im gleichen Tempo, wie auch die Restschuld vom Kredit. Diese Option lohnt sich nur dann, wenn die Police mit fallender Summe wirklich günstiger als eine Police mit konstanter Summe ist – da die konstante Variante natürlich immer einen höheren, da gleichbleibenden Schutz ermöglicht.

Bei einer verbundenen Risikolebensversicherung sichert die Police mehrere Personen ab. Die Summe wird aber nur einmal ausgezahlt, selbst wenn beide Versicherte ums Leben kommen. Außerdem müssen etwaige Zuschläge zusammen gezahlt werden, selbst wenn nur eine Person erkrankt ist. Die verbundene RLV gilt daher als wenig flexibles und oft teures Modell.

Einige Tarife haben zudem die Option einer Nachversicherungsgarantie. Mit dieser kann die Todesfallsumme bei bestimmten Ereignissen separat erhöht werden – zum Beispiel wenn Sie wegen einem Neugeborenen mehr Angehörige absichern müssen oder sich während der Versicherungszeit eine Immobilie gekauft haben.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.