Versicherung

Risikolebensversicherung: Darum spielt der Lebensstil eine Rolle!

Risikolebensversicherung: Darum spielt der Lebensstil eine Rolle!
geschrieben von Karina Hauser

Den (Ehe-)Partner und die Familie im Todesfall finanziell absichern, dafür gibt es die Risikolebensversicherung. Für die Beitragsberechnung werden Kunden nicht nur nach Alter, Beruf und Gesundheitszustand gefragt, sondern auch nach den Lebensgewohnheiten.

Keine Risikolebensversicherung ohne Fragen zu Gesundheit und Lebensstil. Seit März 2010 gibt es auf dem deutschen Markt keine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung. Für die Kunden ist dies in den meisten Fällen sogar von Vorteil. Die Beiträge können so günstiger kalkuliert werden, da Personen mit ungünstigeren Gesundheitsvoraussetzungen nun individuelle Zuschläge erhalten und so einen Mehrpreis für ihr höheres Risiko zahlen.

Was hat es mit dem Risiko-Profil auf sich?

Risikolebensversicherungen dienen dazu, Angehörige finanziell abzusichern. Sei es, damit die Familie den Lebensstandard aufrechterhalten kann, wenn das oder ein Einkommen wegfällt; sei es, um die Rückzahlung eines Immobilienkredits im Todesfall sicherzustellen oder die allgemeinen Lebenshaltungskosten zu decken. Bei der Prämien-Berechnung für diese Art von Todesfall-Schutz fließen daher mehrere Faktoren. Die den Risiko-Anteil des Beitrages bestimmen. Dieser wird umso höher, je ausgeprägter das persönliche Risikoprofil ist.

Der Hintergrund: Dadurch dass neben dem Tarifbeitrag das Risikoprofil eines einzelnen Versicherten berücksichtigt wird erhält jeder Antragsteller seine individuelle Prämie. Das heißt zum Beispiel der Antragssteller ohne risikoreiche Hobbys zahlt keinen Ausgleich für den Fallschirmspringer.

Beitragsbemessung: Rauchen ist ein wichtiger Einflussfaktor

Jedes Risiko kann grundsätzlich statistisch belegt werden Das Statistische Bundesamt veröffentlicht regelmäßig Statistiken (sogenannte "Sterbetafeln"), an denen sich, geordnet nach Jahrgang und Geschlecht, die Überlebenswahrscheinlichkeiten der Bevölkerung ablesen lassen. Erfasst wird z.B. auch, ob jemand raucht. So lässt sich schnell feststellen, dass Nicht-Raucher eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als Raucher haben. Von 1.000 30-jährigen Rauchern leben statistisch im Alter von 65 Jahren noch 812. Bei den Nicht-Rauchern sind es 908, ein Plus von 96 Personen.

Maßgeblich für die Versicherer sind allerdings grundsätzlich die Veröffentlichungen der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), die unter anderem auf den Daten des Statistischen Bundesamtes und auf gesonderten Erhebungen der Versicherungsunternehmen basieren. Auch Statistiken/Auswertungen der Rück-Versicherer und Prognosen/Beobachtungen bezüglich der Entwicklung der (künftigen) Lebenserwartung fließen ein. Das Ergebnis sind (zum Teil eigene) Sterbetafeln, die die Versicherer ihren Berechnungen zugrunde legen.

Wie stark Nicht-Raucher bei der Jahresprämie profitieren können, zeigt die CosmosDirekt auf ihrer Website: Ein 25-jähriger Nicht-Raucher zahlt für 75.000 Euro Versicherungsschutz bei einer Vertragslaufzeit von 10 Jahren lediglich 2,34 Euro im Monat. Ein Raucher würde mehr als das doppelte zahlen.

Tipp: Wer das Rauchen oder Extremsport aufgibt, sollte seinen Versicherer kontaktieren und um Überprüfung seiner Versicherungsprämie bitten. Nur eines sollten Sie auf jeden Fall tun:  Schon beim Ausfüllen des Vertrages vollständige und wahrheitsgemäße Angaben machen. Damit sichern Sie sich Ihren Versicherungsschutz und die Existenz Ihrer Hinterbliebenen.

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