Krankenzusatzversicherung für Heilpraktiker: Lohnenswert oder nicht?

Homöopathie mit Heilpraktiker-Krankenzusatzversicherung bezahlen lassen

Sie nutzen häufig die Dienste von Homöopathen oder Heilpraktikern? Dann kann sich eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung für Sie lohnen. Da die gesetzlichen Kassen nur wenige alternative Behandlungsmethoden übernehmen, können Sie mit dieser Krankenzusatzversicherung Geld sparen.

Eine Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht. Die meisten Menschen sind gesetzlich versichert (rund 86 % der Erwerbstätigen), der Rest hat eine Privatversicherung abgeschlossen. Privatversicherungen sind meistens teurer, decken dafür aber auch mehr Leistungen ab. Ein Einzelzimmer im Krankenhaus, Chefarztbehandlung und Vorsorgemaßnahmen sind bei vielen privaten Krankenversicherungen normaler Bestandteil des Leistungskatalogs.

Da die Leistungen einer gesetzlichen Krankenkasse selten über die nötige Grundversorgung hinausgehen, schließen viele Menschen noch Krankenzusatzversicherungen ab. Neben Zahnzusatzversicherungen, stationären Zusatzversicherungen, Krankentagegeldversicherungen, Brillenversicherungen und privaten Pflegezusatzversicherungen gibt es ebenfalls eine Zusatzversicherung, die homöopathische Behandlung abdeckt.

Krankenzusatzversicherung für Heilpraktiker deckt alternative Behandlungsmethoden ab

Immer mehr Menschen sehen die alternative Medizin als möglichen Behandlungsweg und erreichen durch sie Heilungschancen, die ihnen die Schulmedizin nicht bieten kann. Da die meisten heilpraktischen und alternativen Methoden von den Krankenkassen aber nicht anerkannt werden, müssen diejenigen, die diese Leistungen in Anspruch nehmen, dafür selber aufkommen.

Homöopathie und Heilpraktik ist ein teures Feld, was sich Experten auf diesem Gebiet gut bezahlen lassen. Rund 35.000 Heilpraktiker gibt es in Deutschland – Tendenz steigend. Leistungen für Akkupunktur, Beratungsgespräche und Behandlungsmethoden zu versichern, ist mit einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung problemlos möglich. Zwar gibt es mittlerweile auch gesetzliche Kassen, die vereinzelt die Kosten für Naturheilverfahren übernehmen, der Anteil ist meistens aber verschwindend gering.

Welche Leistungen übernimmt eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung?

Mit einer privaten Heilpraktiker-Zusatzversicherung können die eigenen Kosten gesenkt werden. In der Regel werden Leistungen für Akkupunktur, Osteopathie, Homöopathie, Bioenergetik oder für die Traditionelle Chinesische Medizin von den Versicherungen teilweise oder ganz übernommen (je nach Tarif). Die meisten Versicherungen haben in einem Verzeichnis festgelegt, welche Therapien in welcher Höhe bezuschusst werden. In einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung sind darüber hinaus häufig auch noch Zuzahlungen für Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen oder Sehhilfen enthalten.

Jeder, der Leistungen aus der Heilpraktik anwenden möchte, sollte über eine Zusatzversicherung nachdenken. Besonders bei einer regelmäßigen Behandlung kann sich diese lohnen, da es als Selbstzahler schnell sehr teuer werden kann. Eine übliche Heilpraktiker-Zusatzversicherung übernimmt 50 % bis 80 % der Kosten und deckt häufig auch noch homöopathische Mittel mit ab.

 

Sprechen sie mir Ihrer Krankenkasse

Bevor Sie eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung abdecken, sollten Sie allerdings mit Ihrer Krankenkasse sprechen. So kann es sein, dass die gewünschten Akkupunktur-Leistungen auch von Ihrer gesetzlichen Kasse übernommen werden und eine Krankenzusatzversicherung gar nicht nötig ist. Falls Sie Leistungen bei Ihrer Kasse einreichen wollen, informieren Sie sich im Vorfeld über die Kosten und klären Sie, wer welchen Teil übernimmt, damit es nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass manche gesetzlichen Kassen heilpraktische Methoden zum Teil übernehmen. Klären Sie mit Ihrer Kasse, welche davon betroffen sind. Denken Sie alternativ über den Abschluss einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung nach, mit der Sie eine Menge Geld sparen können, wenn Sie regelmäßig zu Heilpraktikern oder Homöopathen gehen.

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Veröffentlicht am 14. November 2014