Von Privater zur staatlichen Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist die wichtigste Versicherung überhaupt. Dennoch sind nach Expertenschätzungen 300.000 Menschen in Deutschland nicht krankenversichert. Zum größten Teil handelt es sich dabei um Selbstständige.

Ein Grund: Viele Selbstständige wechseln in die private Krankenversicherung. Nicht wenige können sich die private Versicherung allerdings nach einiger Zeit nicht mehr leisten und kündigen. Die Rückkehr in die gesetzliche Versicherung ist aber in der Regel nicht möglich.

Wer unter diesen Umständen doch in die private Krankenversicherung zurückkehren will, hat nur innerhalb von 3 Monaten nach seiner Kündigung einen Anspruch auf erneute Aufnahme. Die muss in dieser Zeit neu beantragt werden. Nach Ablauf der 3 Monate kann die Versicherung eine Wiederaufnahme ablehnen (Landgericht München, 25.07.2005, Aktenzeichen 20 O 24832/04).

Tipp: Wägen Sie vor einem Wechsel von der gesetzlichen in die private Versicherung sorgfältig die Vor- und Nachteile ab. Denn der Schritt ist in der Regel unumkehrbar. Bedenken Sie: In der gesetzlichen Versicherung können Sie die Beiträge in gewissem Rahmen senken, wenn Sie ein geringes Einkommen haben.

In der privaten Krankenversicherung steigen die Beiträge dagegen mit zunehmendem Alter unaufhaltsam an. Das vermeintlich günstige Angebot einer privaten Versicherung kann deshalb bald zur schweren finanziellen Bürde werden.

Veröffentlicht am 19. Februar 2009
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