Fahrraddiebstahl: Wann die Hausratversicherung die Zahlung verweigert

Fahrraddiebstähle führen oft zu Ärger mit der Versicherung. So auch in einem Fall, der vor dem Landgericht Bielefeld (AZ: 22 S 252/06) endete. Die Klägerin hatte ihr Fahrrad in der Hausratversicherung mitversichert – und zwar gemäß den Versicherungsbedingungen bei einem Diebstahl tagsüber von 6 bis 22 Uhr. Nach einem Diebstahl des Rades wurde diese Klausel für die Klägerin zum Ärgernis – die Versicherung zahlte nicht.

Der Fall: Auf dem Weg zur Arbeit stellte die Frau um 8.30 Uhr fest, dass ihr Rad gestohlen worden war. Sie meldete den Diebstahl der Polizei und verlangte von der Hausratversicherung Schadensersatz. Diese dachte jedoch gar nicht daran zu zahlen und erklärte, dass die Frau gar nicht beweisen könne, dass das Rad während der versicherten Zeit gestohlen worden sei.

Der Fall landete vor Gericht und dort bekam die Versicherung Recht: Die Beweispflicht dafür, dass das Fahrrad nach 6.00 Uhr gestohlen worden und damit der Versicherungsfall eingetreten sei, trägt immer der Versicherte, so die Richter. Das sei auch nahe liegend, denn während die Versicherung kaum beweisen könne, dass der Diebstahl nachts stattgefunden habe, könne der Versicherte mithilfe von Zeugen sehr wohl beweisen, dass das Rad morgens um 6 Uhr noch da gewesen sei.

Tipp: Achten Sie beim Abschluss einer Fahrradversicherung bzw. beim Einschluss in Ihre Hausratversicherung darauf, zu welchen Konditionen und Zeiten das Fahrrad versichert ist.

Veröffentlicht am 25. April 2007