Haftpflichtversicherung

Welche Versicherung brauchen Sie als Tierhalter?

Welche Versicherung brauchen Sie als Tierhalter?
geschrieben von Helmut Zermin

Hunde und Katzen sind beliebte Haustiere. Rund 5 Millionen Hunde werden hierzulande gehalten. Doch die treuen Hausgenossen machen Herrchen oder Frauchen nicht immer Freude, sondern bereiten oft große Sorgen. Rund 300.000 Schäden verursachen alleine Hunde jährlich. Vom zerrissenen Hosenbein bis zum tödlich endenden Verkehrsunfall. Dieser Beitrag zeigt, welche Policen Tierhalter brauchen.

Welche Tiere sind im Rahmen einer Privathaftpflichtversicherung mitversichert?

Soweit es sich um zahme, privat gehaltene Haus- und Kleintiere, also zum Beispiel Katzen, Kaninchen, Kanarienvögel, den Hamster oder das Meerschweinchen handelt, sind Tiere im Rahmen einer Privat-Haftpflichtversicherung mitversichert. Diese Police zahlt dann alle Schäden, die diese Tiere bei anderen anrichten. Etwa dann, wenn eine Katze mit solchem Schwung von der Garage auf ein Autodach springt und dadurch Dellen und Kratzer an einem fremden Auto verursacht.

Achtung: Besteht bereits eine private Haftpflichtversicherung, ist der Hund zunächst automatisch darin mitversichert. Das gilt jedoch nur bis zur nächsten Hauptfälligkeit und zu eingeschränkten Deckungssummen. Danach hilft noch eine entsprechende Tierhalterhaftpflichtversicherung.

Für welche Tiere ist eine spezielle Tierhalter-Haftpflichtpolice erforderlich?

Für Hunde und Pferde sowie für alle zu gewerblichen Zwecken gehaltene Tiere muss eine spezielle Tierhalterhaftpflichtpolice abgeschlossen werden.

Tipp: Billiger als Schäden durch Tiere aus der eigenen Tasche zu bezahlen, ist eine Tierhalterhaftpflichtversicherung. Mit dieser Police schützen sich Tierhalter nicht nur vor begründeten Schadenersatzansprüchen, sondern gleichzeitig werden auch unberechtigte Ansprüche abgewehrt.

Welche Versicherungspolicen sollten Hunde- und Pferdehalter abschließen?

Hunde- und Pferdehalter sollten auf jeden Fall eine Tierhalterhaftpflichtversicherung haben. Diese Police kommt dann nicht nur für durch das Tier verursachte Autounfälle auf, sondern ersetzt auch die vom Hund zerfetzte Hose des Briefträgers und zahlt das Schmerzensgeld nach einem heftigen Tritt eines privaten Reitpferdes.

Sie deckt bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssumme Personen- und Sachschäden ab, z. B. auch Verdienstausfall, Arztkosten und Schmerzensgeld. Darüber hinaus wehrt sie auch unberechtigte Ansprüche gegen den Tierfreund ab. Die Beiträge für eine Tierhalterhaftpflichtversicherung richten sich nach der Art der zu versichernden Tiere sowie dessen Alter und Größe.

Achtung: Bei einigen Kampfhunden berechnen Versicherungen Prämienaufschläge, die bei Vertragsabschluss beachtet werden sollten.

Tipp: Ältere Menschen oder Menschen mit viel Erfahrung beim Umgang mit Tieren bekommen Rabatte beim Abschluss ihrer Tierhalterhaftpflicht. Fragen Sie Ihren Versicherer beim Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung danach. Holen Sie auch bei Tierhalter-Haftpflichtversicherungen Angebote von günstigen Direktversicherern (z. B. Asstel, Cosmos, Europa, Ontos) ein.

Welche Police brauchen Tierhalter, die ein Nutztier halten?

Tierhalter, deren Tiere zum Lebensunterhalt beitragen (Landwirte, Pferdezüchter, Schäfer) oder deren Tiere aus beruflichen Gründen gehalten werden (z. B. der Wachhund des Nachtwächters, Blindenhund), können nur dann zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie es bei der Überwachung ihrer Tiere an der nötigen Sorgfalt fehlen lassen. Sie haften für Schäden, die ihre Tiere anrichten also nur bei Verschulden.

Verursacht beispielsweise eine Kuh deshalb einen Unfall, weil der Landwirt einen beschädigten Zaun nicht reparierte und das Tier somit ausbrechen konnte, haftet er. Seine landwirtschaftliche Betriebshaftpflichtversicherung kümmert sich um den Schaden. Keine Leistungen müsste sie allerdings für den Landwirt erbringen, wenn die Kuh, durch einen Donnerschlag erschreckt, aus ihrer ordnungsgemäß eingezäunten Weide in Panik ausbricht und ein vorbeifahrendes Auto beschädigen würde.

Welche Police brauchen Jäger für ihren Jagdhund?

Jäger brauchen für Schäden, die ihr Jagdhund anrichtet, eine spezielle Jagd-Haftpflichtversicherung. Diese Police zahlt dann beispielsweise, wenn der Hund eines Jägers ein Reh über die Straße hetzt, wo es dann einen Unfall verursacht.

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Helmut Zermin

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