Dient eine Rentenversicherung als Kapitalanlage?

Eine Rentenversicherung als Kapitalanlage bringt relativ wenig Ertrag

Als Kapitalanlage ist eine Rentenversicherung grundsätzlich schon geeignet, birgt aber auch einige Nachteile. Zwar gilt sie als sicher, bietet allerdings keine sonderlich guten Renditen. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in diesem Artikel!

Sie sind noch auf der Suche nach der richtigen Kapitalanlage? Eventuell wäre eine Rentenversicherung eine Option für Sie. Genau genommen ist eine Rentenversicherung nämlich keine richtige Versicherung, sondern dient in erster Linie als Geldanlage. Im Vergleich zu einer Lebensversicherung gibt es bei einer Rentenversicherung keinen Hinterbliebenenschutz. Dieser kann mit versichert werden, geht aber zu Lasten der Rentenhöhe. 

So funktioniert eine private Rentenversicherung

Bei einer privaten Rentenversicherung zahlen Sie in einem festgelegten Rhythmus (meist jährlich) einen festen Betrag ein und erhalten dann Zinsen und Überschüsse auf Ihre Einzahlungen. Die Überschüsse der Versicherungsgesellschaften sinken regelmäßig, sodass es für Sie wichtig ist, auf die garantierte Versicherungsleistung zu achten. Nur mit dieser Leistung können Sie nach Ablauf der Einzahlung auch tatsächlich rechnen. Normalerweise wird eine Rentenversicherung zu Beginn des Ruhestands bis zum Lebensende ausbezahlt.

Häufig enthält ein Versicherungsvertrag das sogenannte Kapitalwahlrecht. Der Versicherte kann dann zum Vertragsende hin entscheiden, ob er eine lebenslange Rente wünscht oder das Geld auf einen Schlag ausbezahlt bekommen möchte.

Eine Rentenversicherung ist eine sichere Kapitalanlage

Da die tatsächliche Rentenhöhe nur schwer vorhersehbar ist und von den erwirtschafteten Überschüssen der Versicherungsgesellschaft abhängig ist, die seit Jahren konstant sinken, ist eine Rentenversicherung nicht die beste Kapitalanlage. Dennoch ist das eigene Geld bei einer Rentenversicherung sicher. Alle Versicherer, die ihren Sitz in Deutschland haben, sind Mitglied in einem gesetzlichen Sicherungsfonds, der die Verträge des Unternehmens übernimmt, wenn die Insolvenz droht.

Eine private Rentenversicherung eignet sich als Kapitalanlage besonders dann, wenn Sie besonders sicherheitsbewusst sind und davon ausgehen, dass Sie ein hohes Lebensalter erreichen. Die Rendite ist umso höher, je länger Sie leben. Zwar ist die Rendite im Vergleich zu anderen Kapitalanlagen eher gering, dafür sind die Auszahlungen bis zum Lebensende garantiert.

Rentenversicherungen sind teuer und lohnen sich nur wenn sie bis zum Ende durchgehalten werden

Grundsätzlich gilt, dass eine Rentenversicherung eher eine teure Form der Geldanlage ist. Sie sollten sich daher vor einem Abschluss genau über die Kosten informieren und unbedingt verschiedene Angebote vergleichen. Investieren Sie nur in eine Rentenversicherung, wenn es sich um Geld handelt, das Sie langfristig nicht brauchen.

Da die Abschlussgebühren am Anfang berechnet werden machen Sie ein Verlustgeschäft, wenn Sie die Versicherung vorzeitig kündigen. Erst langfristig lohnt sich eine Rentenversicherung, die grundsätzlich aber eine schwache Wertentwicklung bietet. Überlegen Sie daher zwei Mal, ob Sie tatsächlich eine Rentenversicherung abschließen wollen.

Zusammengefasst sehen die Vor- und Nachteile einer Rentenversicherung als Kapitalanlage folgendermaßen aus:

Vorteile

Nachteile

Garantierte lebenslange Auszahlung

Die genaue Rentenhöhe zum Ende der Laufzeit ist unbekannt

Keine Gesundheitsprüfung

Hohe laufende Kosten und Abschlussgebühren

Dank des Garantiezinses ist eine Mindestrente bereits bei Vertragsabschluss garantiert

Hohe Einbußen bei einer Kündigung der Versicherung vor Ablauf

 

Schwache Wertentwicklung

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Veröffentlicht am 23. Dezember 2014
Autor
experto.de