Berufsunfähigkeitsversicherung

Diese 6 Faktoren beeinflussen die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Diese 6 Faktoren beeinflussen die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung
geschrieben von Burkhard Strack

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Policen, da die staatliche Absicherung bei einer eventuellen Berufsunfähigkeit eine ungenügende Absicherung bietet. Viele Menschen scheuen den Abschluss, da sie zu hohe Kosten befürchten. Guter Schutz muss allerdings nicht teuer sein.

Wovon sind die Kosten für eine Berufsfähigkeitsversicherung abhängig?

Die Höhe der Prämie berechnet sich anhand von verschiedenen Faktoren:

  1. Alter des Versicherungsnehmers bei Vertragsbeginn
  2. Beruf
  3. Gesundheitszustand / Vorerkrankungen
  4. Höhe der gewünschten Rente
  5. Laufzeit des Vertrages
  6. Leistungsumfang des Versicherungsschutzes

Grundsätzlich gilt, wer jung einsteigt, zahlt weniger. Folgende Beispiele können bei der Einschätzung der Kosten helfen:

  • Mann, 30 Jahre, schließt eine Berufsunfähigkeitsversicherung von 1.000 Euro für 35 Jahre ab.
  • Kosten bei einem günstigen Versicherer rund 35 Euro pro Monat.

oder

  • Mann, 40 Jahre, schließt Vertrag für 25 Jahre und Rente von 1000 Euro ab.
  • Beiträge bei einem günstigen Anbieter rund 47 Euro.

Diese Beispiele zeigen, wie viel gespart werden kann, wenn der Abschluss früh genug erfolgt. Der Grund ist, dass mit einem steigenden Alter sich meist auch der Gesundheitszustand verschlechtert und das Risiko von Erkrankungen höher ist.

Vorerkrankungen beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung keinesfalls verschweigen

Weist der Betroffene zudem bereits Vorerkrankungen auf, ist es möglich, dass der Schutz abgelehnt wird oder er muss hohe Risikozuschläge zahlen, wodurch die Versicherung monatlich sogar mehr als 60 Euro kosten kann. Um hohe Kosten zu umgehen, liegt die Versuchung nahe, bei den Gesundheitsfragen Vorerkrankungen zu verschweigen. Allerdings ist davon dringend abzuraten, denn wenn es zur Berufsunfähigkeit kommt, prüft das Versicherungsunternehmen sehr genau, ob beim Vertragsabschluss diese Fragen richtig beantwortet wurden.

Wenn er nun feststellt, dass eine Erkrankung verschwiegen wurde, kann er die Leistungen verweigern und zudem den Vertrag kündigen. In diesem Fall hat der Versicherte jahrelang Beiträge geleistet und erhält dennoch keine Rente. Je schlechter der Gesundheitszustand ist, desto größer ist natürlich auch das Risiko einer Berufsunfähigkeit. Demzufolge steigen auch die Beiträge. Es gibt zudem Vorerkrankungen, die dazu führen, dass ein Kunde nicht versicherbar ist, beispielsweise bei Psychotherapien im Vorfeld, speziellen Fällen von Diabetes etc.

Leistungsumfang beeinflusst die Kosten

Sehr leistungsstarke Tarife kosten in der Regel mehr als eine Berufsunfähigkeitsversicherung, welche lediglich einen Basisschutz bietet. Hier sollten Sie individuell für sich entscheiden, welche Leistungen Ihnen wichtig sind und worauf Sie verzichten können. Eine Besonderheit wäre beispielsweise, dass rückwirkende Leistungen gezahlt werden. Dies kann sinnvoll sein, da die Feststellung der Berufsunfähigkeit zum Teil Monate dauern kann, wodurch der Verbraucher umfangreiche Zahlungen einbüßt.

Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente spielt auch eine wichtige Rolle in Bezug auf den Versicherungsbeitrag. Die Rente sollte jedoch nicht zu niedrig sein. Schließlich soll sie die Einkommensverluste ausgleichen. Daher ist es wichtig, dass sich die Höhe der Rente an die Versorgungslücke orientiert. Sie sollte zu rund 75 Prozent an das aktuelle Nettoeinkommen heranreichen, damit die Versorgungslücke nicht zu groß wird. Im schlimmsten Fall können Sie kein Einkommen mehr erzielen, sodass die Rente der Berufsunfähigkeitsversicherung neben einer Zahlung, die sich eventuell aus der gesetzlichen Rentenversicherung ergibt, Ihr einziges Einkommen wäre.

Auch der Beruf entscheidet über die Beiträge. Wer zum Beispiel einen Beruf ausübt, der körperlich stark beansprucht, weist eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit auf – beispielsweise Dachdecker, Altenpfleger, Fliesenleger und Gerüstbauer.

Fazit: Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört auf jeden Fall zu den wichtigen Abschlüssen, denn immer mehr Menschen scheiden aufgrund von Krankheiten oder Unfällen frühzeitig aus dem Berufsleben aus. Die Versicherung hilft dabei, in diesem Fall keine erheblichen finanziellen Einbußen in Kauf nehmen zu müssen. Die beste Möglichkeit, um beim Abschluss möglichst geringe Beiträge zu erzielen, ist ein Vergleich der zahlreichen Anbieter. Zwischen der günstigsten und teuersten Police liegen teilweise Unterschiede von einigen Hundert Euro pro Jahr.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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