Berufsunfähigkeitsversicherung musste trotz falscher Angaben zahlen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung verweigerte einem Versicherten auf Grund falscher Gesundheitsangaben die vereinbarte Rente. Auf dem Antragsformular hatte er die Frage nach Vorerkrankungen verneint, befand sich jedoch bereits mehrere Jahre wegen Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung, wie das Versicherungsunternehmen herausfand.

Der Versicherte konnte in der Verhandlung vor dem Oberlandesgericht (OLG) Bamberg (Az. 1 U 181/06)  jedoch nachweisen, dass der beim Ausfüllen des Formulars anwesende Versicherungsvertreter meinte, die Rückenschmerzen seien berufs- und altersbedingt und müssten daher nicht genannt werden.

Aufgrund dieser falschen Aussage des Vertreters, die die Richter der Berufsunfähigkeitsversicherung zurechneten, konnte der Vertrag nicht aufgelöst werden, und der Versicherte bekam seine Rente.
Auf solches Glück im Unglück kann man sich nicht verlassen: Antworten Sie bei allen Gesundheitsangaben wahrheitsgemäß und zutreffend.

Veröffentlicht am 15. Januar 2008