Versicherung

5 wichtige Fakten sollten Sie über eine Lebensversicherung wissen

5 wichtige Fakten sollten Sie über eine Lebensversicherung wissen
geschrieben von Burkhard Strack

Die Lebensversicherung zählt zu den relativ sicheren Anlageprodukten. Bei der Individualversicherung werden die wirtschaftlichen Risiken der Versicherten im Hinblick auf die Unsicherheit der Lebensdauer abgesichert. Im Zusammenhang mit einer privaten Altersvorsorge spielt die Versicherung somit eine wichtige Rolle.

Vor einem Abschluss sollten Sie sich mit den wichtigsten Fakten vertraut machen.

  1. Die Leistungen
  2. Die unterschiedlichen Modelle
  3. Die Steuer
  4. Die Kosten
  5. Die Auszahlung

1. Welche Leistungen gehören zur Lebensversicherung?

Die klassische Kapitallebensversicherung können Sie im Grunde mit einem Sparbuch vergleichen. Als Versicherungsnehmer bezahlen Sie in regelmäßigen Abständen Geld in die Versicherung ein. Diese werden mit einer festen Verzinsung und eventuellen Überschüssen zum Vertragsende der Lebensversicherung wieder ausbezahlt. Eine Kapitallebensversicherung schließen Sie in der Regel über einen sehr langen Zeitraum ab und somit handelt es sich um eine langfristige Geldanlage.

Zusätzlich bietet Ihnen Ihre Lebensversicherung auch einen Risikoschutz für Ihre Hinterbliebenen. Sollten Sie vor Ablauf ihres Versicherungsvertrages versterben, dann wird die festgelegte Versicherungssumme direkt an Ihre Hinterbliebenen ausbezahlt. Sie können selbst bestimmen, wer zu den Begünstigten Ihrer Versicherung gehört. Sollten Sie zum Beispiel bei einem Unfall sterben, so erhöht sich die ausbezahlte Leistung nochmals.

2. Welche unterschiedlichen Modelle von Lebensversicherungen gibt es?

Grundsätzlich haben Sie bei der Lebensversicherung die Wahl zwischen zwei verschiedenen Modellen. Bei der ersten Variante wird Ihnen die Versicherungsleistung zum Ende Ihres Vertrages in einem Einmalbetrag ausbezahlt. Bei der zweiten Variante bezahlen Sie ebenfalls regelmäßig Beiträge in Ihre Versicherung ein. Am Ende erhalten Sie aber keine einmalige Zahlung, sondern bekommen eine monatlich feste Rente.

Für die Bezugsdauer dieser Rente vereinbaren Sie eine bestimmte Laufzeit. Nach Ablauf dieser erhalten Sie keine Rente mehr. Sollten Sie bereits wenige Monate nach dem Rentenbeginn versterben, dann erhalten Ihre Hinterbliebenen Ihr einbezahltes Geld. Als Versicherungsnehmer können Sie die Auszahlungsform individuell bestimmen.

Zusätzlich zu den klassischen Versicherungen gibt es auch noch fondsbasierende Modelle. Bei diesen zahlen Sie das Kapital nicht in die sicheren Staatsanleihen oder Pfandbriefe, sondern in Renten- und Aktienfonds ein. Dadurch erhalten Sie eine höhere Rendite, haben aber auch ein höheres Risiko.

Eine Risikolebensversicherung ist eine weitere Variante. Diese ist keine klassische Kapitalanlage, sondern eine vollständige Risikoversicherung. Sollten Sie das Vertragsende erleben, dann erhalten Sie keine Versicherungsleistung. Dafür ist die Risikolebensversicherung relativ günstig und eignet sich vor allem für die finanzielle Absicherung von jungen Familien oder Immobilienbesitzern.

3. Welche Rolle spielt die Steuer bei der Lebensversicherung?

Seit 2005 sind die Erträge aus den Lebensversicherungen leider nicht mehr steuerfrei. Steuervorteile haben Sie aber immer noch. Der Ertrag aus Ihrer Lebensversicherung ist die Differenz zwischen Ihren Einzahlungen und den Auszahlungen. Diese müssen Sie mit Ihrem halben persönlichen Steuersatz versteuern. Selbst wenn Sie vermögend sind, liegt dieser Steuersatz bei nur rund 22 Prozent und ist niedriger als die Abgeltungssteuer. Zusätzlich können Sie alle Beträge, die Sie innerhalb der Laufzeit einzahlen, steuerlich geltend machen.

4. Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Eines der größten Nachteile von einer Lebensversicherung sind die relativ hohen Kosten. Bei einer klassischen Versicherung dienen 10 Prozent Ihrer Beiträge dem Risikoschutz. Weitere 15 Prozent verwenden die Versicherungsunternehmen, um ihre Kosten zu decken. Für Sie als Versicherungsnehmer bedeutet dies, dass nur rund 75 Prozent Ihrer Beiträge als Sparanteil zählen und verzinst werden.

Zu Beginn der Laufzeit werden die Kosten nur gedeckt. Dadurch sparen Sie am Anfang nur wenig Guthaben an. Kündigen Sie Ihre Versicherung bereits in den ersten Jahren, dann erhalten Sie in der Regel sogar weniger Geld zurück, als Sie einbezahlt haben.

5. Wie funktioniert die Auszahlung?

Die Auszahlungssumme setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Ihr einbezahltes Geld samt Verzinsung ergeben Ihre fest vereinbarte Versicherungssumme. Nur der Sparanteil Ihrer Beiträge abzüglich der Risikoanteile und Gebühren wird verzinst.

Der Garantiezins ist in den letzten Jahren regelmäßig gesunken und liegt bei rund 2 Prozent. Mögliche Überschussbeteiligungen erhalten Sie noch zusätzlich, wenn Ihr Versicherer Gewinne erzielt. Bei Vertragsabschluss wird Ihnen eine zu erwartende Summe mitgeteilt. Diese fällt in der Realität aber meistens niedriger aus.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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