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Mitgliedsbeitrag: Erhöhung kann problematisch sein

Der Mitgliedsbeitrag muss gelegentlich angehoben werden, um ihn der allgemeinen Teuerungsrate anzupassen. Viel mehr ist problematisch. Eine Beitragsanpassung kann nicht in beliebiger Höhe erfolgen, dies geht aus der Rechtsprechung hervor.

Mitgliedsbeitrag: "Einfache Beitragserhöhung"

  • Erhöhungen, die der allgemeinen Teuerungsrate folgen
  • Erhöhungen, die nach der "Vereinshistorie" als "üblich" erwartet werden können

Diese Erhöhungen halten sich an den Grundsatz der "Wesentlichkeits- und Zumutbarkeitsgrenze". Eine konkrete Grenze bei der Beitragserhöhung gibt es nicht, aber…

Mitgliedsbeitrag: "Unzulässige Pflichtenmehrung"
Ein Problem gibt es bei Beitragserhöhungen von 30% und mehr. Dann müssen Sie auf jeden Fall allen Mitgliedern ein Sonderkündigungsrecht einräumen. Im Gegensatz zur einfachen Beitragserhöhung müssen Mitglieder die unzulässige Pflichtenmehrung nicht so hinnehmen – die Mitglieder müssen abschätzen können, was bei einer Mitgliedschaft auf sie zu kommt, und mit auf einen Schlag um die Hälfte gestiegenen Beiträgen muss niemand rechnen.

Eine Pflichtenmehrung wirkt sich rechtlich genauso aus wie eine Zweckänderung des Vereins. Das heißt, sie kann nur mit 100% Zustimmung beschlossen werden. Für eine saftige Beitragserhöhung müsste demnach jedes einzelne Mitglied mit "ja" stimmen.

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.