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Erhellend: Was die Maßeinheiten Watt, Lumen, Lux und Kelvin bedeuten

Erhellend: Was die Maßeinheiten Watt, Lumen, Lux und Kelvin bedeuten
geschrieben von Burkhard Strack

Licht ist nicht gleich Licht: Es gibt helleres und dunkleres, stromfressendes und energieeffizientes, wärmeres und kälteres Licht. Jede dieser Eigenschaften wird mit einer eigenen Einheit gemessen: Lumen, Watt, Kelvin. Wir erklären, warum die Watt-Angabe nicht automatisch etwas über die Helligkeit aussagt und was es mit der weiteren Einheit Lux auf sich hat.

Watt:

Die Watt-Zahl auf einer Glühlampe gibt Aufschluss über den Stromverbrauch. Je höher die Wattleistung, desto höher der Stromverbrauch. Eine Glühlampe mit 100 Watt verbraucht 100 Watt pro Stunde. Nach zehn Stunden Lichtabgabe ist eine Kilowattstunde verbraucht. Eine Energiesparlampe mit elf Watt benötigt entsprechend weniger Strom und zahlt sich deshalb langfristig auf der Stromrechnung aus.

Lumen:

Nur bei klassischen Glühlampen hat die Watt-Angabe etwas mit der Helligkeit zu tun: Die Watt-Zahl mit zehn multipliziert ergibt in etwa die Lumen-Zahl. Lumen ist die Einheit des Lichtstroms. Je höher der Lumen-Wert, desto heller das Licht, das eine Lampe nach allen Seiten ausstrahlt. Mithilfe der Maßeinheit Lumen lässt sich die Helligkeit verschiedener Leuchtmittel miteinander vergleichen. Während eine 60-Watt-Glühlampe mit 600 Lumen (Lm) leuchtet, benötigen LED-Lampen für dieselbe Helligkeit nur rund zehn Watt.

Lux:

Die Leuchtmittel-Werte in Lumen sind nicht zu verwechseln mit den Lux-Angaben. Lux (Lx) bezeichnet die Beleuchtungsstärke, also wie viel Lichtstrom (Lumen) auf eine bestimmte Fläche fällt. Der Wert lässt sich mit einem Luxmeter messen , er hat insbesondere bei der Arbeitsergonomie eine hohe Relevanz: Büroarbeitsplätze sollten mit mindestens 500 Lux ausgeleuchtet sein. Im Vergleich: Sommerlicher Sonnenschein erzeugt bis zu 100.000 Lux, eine Kerzenflamme hingegen nur ein Lux.

Kelvin: 

Je nach Beleuchtungskonzept spielt die Farbe des Lichts eine entscheidende Rolle. Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) angegeben. Je höher der Kelvin-Wert liegt, desto kühler und bläulicher erscheint das Licht. Das warme Licht einer Kerze erzeugt rund 1.500 Kelvin. Eine Glühbirne strahlt warmweißes Licht ab, das zwischen 2.700 und 3.300 Kelvin liegt. Ein Leuchtmittel mit einem Wert von rund 2.700 Kelvin eignet sich gut für die gemütliche Beleuchtung im Wohnzimmer. Neutralweißes Licht liegt bei mehr als 3.300 Kelvin. Leuchtmittel mit Werten von mehr als 5.000 Kelvin erzeugen „Tageslichtweiß“ und eignen sich gut für den Einsatz an Arbeitsplätzen, etwa in der Küche oder im Büro.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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