Auvito: Der eBay-Konkurrent schloss 2014 seine Tore

Auvito konnte eBay nie den Rang ablaufen.

Auvito war mal das zweitgrößte Online-Auktionshaus nach eBay, konnte langfristig aber nicht bestehen. Das Prinzip der Plattform war ähnlich wie bei eBay, die Benutzeroberfläche ließ allerdings einige Wünsche offen, was am Ende mit dazu führte, dass immer weniger Auktionen auf Auvito eingestellt wurden.

Eine Zeit lang war auvito.de das zweitgrößte Online-Auktionshaus nach eBay, der Rang wurde ihm dann allerdings von hood.de abgelaufen und seit 2014 existiert auvito.de in seiner ursprünglichen Form auch gar nicht mehr.

Die Kritiken der Plattform waren gut – Online-Auktionen ohne die lästigen Auktionsgebühren wie bei eBay fielen weg. Dafür mussten die Nutzer viele Werbeanzeigen hinnehmen, durch die sich die zu Unister gehörende Plattform finanziert hat. 2006 war Auvito an den Start gegangen und lief in den ersten Jahren sogar ziemlich gut. Zwar hatte es nie eine wirkliche Chance gegen den Riesen eBay, dennoch wurde es von Nutzern angenommen und geschätzt.

Guter Zulauf, aber wenig Privatverkäufer

Durch einen Treuhandservice und die Prüfung von Mitgliedern durch Ausweiskopien oder Testüberweisungen galt Auvito als Sicher. Im Vergleich zu eBay waren bei Auvisto mehr gewerbliche Händler unterwegs – nur 10 % der Verkäufer waren Privatpersonen. Durch eine gute Listung in den Suchmaschinen hatte Auvisto jedoch einen guten Zulauf und durch die Verknüpfung mit Partnerseiten wie zum Beispiel ab-in-den-urlaub.de, die wie auch Auvito zu Unister gehören, wurden auch Angebote über die der Verkäufer hinaus angezeigt.

Dies hatte zur Folge, dass bei der Suche nach Autos trotz mehreren tausend Einträgen oft nur eine Handvoll wirklich von Privatverkäufern eingestellt war und der Rest der Anzeigen von der von Unister betriebenen Seite auto.de gezogen wurde. Die Auswahl bei Auvito war deutlich kleiner als bei eBay, je nach Kategorie aber trotzdem ordentlich. Besonders im Bereich der Unterhaltungselektronik war das Angebot gut.

Die dynamische Weiterentwicklung fehlte bei Auvito

Der Aufbau der Seite allerdings erschien schnell etwas rückständig und eine dynamische Weiterentwicklung wie beim Marktführer eBay fehlte. Zwischendurch waren mehr als 150.000 Nutzer bei mehr als einer Million laufenden Aktionen angemeldet, die Plattform konnte ihre Nutzer aber nicht halten. Immer mehr Nutzer kehrten Auvito den Rücken und 2013 wurde erstmals die Schließung der Plattform öffentlich kommuniziert.

Zwar konnte die Schließung 2013 noch verhindert werden, 2014 war es aber dann soweit. Am 30. Juni 2014 ging die Plattform offline und bis zum 08. Juli 2014 konnten Nutzer noch auf ihre Konten zugreifen. Es wurde noch versucht einen Investor zu finden, der sich der Plattform annimmt, leider war dieses Unterfangen aber erfolglos und der Betrieb der Seite wurde eingestellt.

Der Auktionsbetrieb über Auvito wurde komplett eingestellt

Heutzutage (Stand Februar 2016) findet sich auf Auvito ein Zugriff auf das Shopping-Angebot anderer Unister-Seiten, wie ab-in-den-urlaub.de oder shopping.de. Der Auktionsbetrieb wurde komplett aufgegeben und auch die mögliche Newsletter-Anmeldung bezieht sich auf die Angebote der Partnerseiten und nicht auf die neuesten Auktionen.

Auf der Website auvito.de oder über Unister direkt sind keine Informationen über eine Reaktivierung des Portals erkennbar, sodass davon ausgegangen werden muss, dass Auktionsfreude bei der Konkurrenz ebay.de oder hood.de bleiben müssen.

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Veröffentlicht am 23. Februar 2016
Autor
Farina Fontaine