Verbraucherbereich

Autonomes Fahren: 4 Vorteile des Zukunftstraums

Autonomes Fahren: 4 Vorteile des Zukunftstraums
geschrieben von Burkhard Strack

Autonomes Fahren ist für viele Menschen noch Träumerei, denn bisher befindet sich die Entwicklung im Anfangsstadium. Dennoch entfachte der kürzliche Tod des Tesla-Testpiloten eine erneute Debatte darum, ob autonomes Fahren überhaupt wünschenswert sei oder die Gefahren für Fahrer und Mitmenschen zu groß sind. Mit entsprechender Entwicklungszeit, überwiegen die Vorteile aber deutlich.

Nach dem Tod des Tesla-Fahrers sehen sich viele Menschen in einem Zwiespalt. Sie zweifeln die Sicherheit der Wagen und damit auch ihre eigene an. Dabei belegen Studien eindeutig, dass autonomes Fahren die Unfallwahrscheinlichkeit erheblich reduzieren kann. Denn für nahezu alle Unfälle ist immer noch menschliches Versagen verantwortlich – genau hier liegen die Chancen für die eigenständig fahrenden "Roboterautos".

2030 soll es für autonome Fahrzeuge ernst werden

Bisher existieren zwar zahlreiche Testwagen, beispielsweise eben von Tesla, die Fahrzeuge sind aber weit von einem Stand der Technik entfernt, der tatsächlich einen freien Verkauf zum Endverbraucher zulassen würde. 2030 soll sich das alles ändern. Dann kann jeder, der es möchte, einfach in sein autonomes Fahrzeug steigen und dieses für sich fahren lassen. Wie sich die Debatte in den folgenden Jahren noch verändern und prägen wird, ist also auch erheblich vom Fortschritt der Technik und der installierten Sicherheitsmaßnahmen abhängig.

Schon jetzt sprechen viele Vorteile für autonomes Fahren. Deren Potential soll im Jahr 2030 voll ausgeschöpft sein.

1. Sinkende Unfallwahrscheinlichkeit

Unter anderem lässt sich nach Studien, beispielsweise der RAND Corporation, die Unfallwahrscheinlichkeit auf den Straßen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Einige Experten sprechen zudem davon, dass sich die Zahl der Verkehrstoten gewissermaßen auf null reduzieren lassen könnte. Roboterautos, die eigenständig mithilfe von Radar und Kamera fahren, gelten als wesentlich sicherer als ein menschlicher Fahrer. Sie zeigen sich unbeeindruckt von Müdigkeit, lassen sich nicht ablenken und können viel vorausschauender agieren, als das für einen Mensch jemals möglich wäre.

Geht es um autonomes Fahren, rückt die Sicherheit des "Fahrers" und der anderen Verkehrsteilnehmer also zwangsweise in den Fokus. Der tragische Tod des Tesla-Fahrers ändert hieran nichts, er lässt zudem keine pauschalen Rückschlüsse wegen mangelnder Sicherheit zu, wenn alle Studien und Erfahrungen im großen Gesamtbild das exakte Gegenteil aussagen. Autonomes Fahren ist also definitiv sicherer, sowohl für aktive als auch passive Verkehrsteilnehmer. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Technik zudem noch so verändern und entwickeln, dass auch System- und Steuerausfälle der Vergangenheit angehören.

2. Autonomes fahren verhindert menschliches Fehlverhalten

Ein Vergleich zwischen dem menschlichen Fahrer und dem "Roboterfahrer" lässt sich in dieser Debatte nicht verhindern. Der Mensch ist dabei bekanntermaßen der Auslöser für einen absoluten Großteil aller Verkehrsunfälle. Falsche Vorfahrtsregeln, unvorsichtiges Fahren, Müdigkeit, Ablenkungen, Selbstüberschätzung und Co. sind nur einige der Gründe, warum es überhaupt zu Unfällen kommt. Nur in den seltensten Fällen ist das Auto selber, beispielsweise durch einen geplatzten Reifen, schuld. Selbst hier können Roboterautos aber gegensteuern, indem ihre installierte Software beispielsweise automatisch zu Routinekontrollen und Instandhaltungen drängt – werden diese missachtet, könnte das Fahrzeug sogar die Teilnahme am Verkehr verweigern. In allen Ebenen entstehen durch autonomes Fahren also viele Vorteile in puncto Sicherheit.

3. Besser für die Umwelt und eine Entlastung für Großstädte

Moderne, elektrisch betriebene Roboterfahrzeuge sollen im Jahr 2030 bis zu 90 Prozent weniger Schadstoffe als ein herkömmlicher Wagen abgeben. Damit liefern sie ihrem Besitzer nicht nur Komfort, sondern leisten auch einen positiven Beitrag für die Umwelt. Zugleich verringert sich die Verkehrsdichte in Großstädten, da die Wagen wesentlich effizienter und präziser als ein Mensch fahren können – hier wird immer wieder gern das Beispiel der verringerten Abstände zwischen einzelnen Wagen genannt. Erneut resultieren aus der verringerten Verkehrsdichte Entlastungen für die Umwelt.

4. Neue Transportmöglichkeiten

Autonomes Fahren liefert Menschen zugleich neue Möglichkeiten der Fortbewegung. Schon jetzt sind sogenannte "Robotertaxis" geplant, die den Kunden eigenständig von A nach B transportieren. Anders als menschliche Fahrer, können diese den gesamten Tag über im Einsatz sein und würden langfristig zugleich die Kosten je Fahrt reduzieren. Der Mensch profitiert damit von mehr Mobilität und Flexibilität im Straßenverkehr, auch ohne eigenen Führerschein oder wenn aus gesundheitlichen Gründen nicht eigenständig ein Auto gelenkt werden darf.

Rationale Ethik als sekundäre Debatte

Ethische Fragen kommen beim autonomen Fahren ebenfalls immer wieder auf. "Sollte der Wagen im Ernstfall seinen Fahrer töten oder die Leben einer ganzen Gruppe riskieren?" ist eine häufig gestellte Frage. Mit entsprechend programmierten Roboterwagen könnten sich ethische Fragen von selbst lösen. Indem der Wagen die bestmögliche Option im Ernstfall auswählt, verringert sich das Risiko von mehreren Toten – ein menschlicher Fahrer würde meist zwangsweise egoistisch handeln und damit andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Stattdessen trifft so das Fahrzeug eine faktenbasierte statt emotionsgeladene Entscheidung.

Was sagen Sie zum autonomen Fahren? Würden Sie so ein Auto kaufen? Oder möchten Sie lieber selbst hinterm Steuer bleiben? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

Leave a Comment