Halten Sie diese formalen Vorgaben für wissenschaftliche Abschlussarbeiten ein

Achten Sie bei der Arbeit an Ihrer Diplom-, Magister- oder Bachelorarbeit auf die formalen Vorgaben – sonst verärgern Sie Ihre Betreuer. Die formalen Vorgaben können sich von Institut zu Institut unterscheiden. Sie bewegen sich aber alle ungefähr in dem hier beschriebenen Rahmen.

Woran hat Ihr Prüfer mehr Freude?

An einer Arbeit mit 60 oder mit 300 Seiten? Glauben Sie bloß nicht, dass Ihr Thema so komplex ist, dass es nicht in weniger als 300 Seiten bearbeitet werden kann. Denken Sie daran, dass Einsteins bahnbrechende Dissertation nur 17 Seiten umfasste.

Glücklicherweise werden Sie in der Frage nach den formalen Grenzen Ihrer Abschlussarbeit nicht allein gelassen. In Ihrem Fachbereich oder Institut gibt es klare Richtlinien für den Umfang Ihres Textes. Die sollten Sie kennen – und sich sklavisch dran halten!

Da steht z. B., dass Magister- und Masterarbeiten 80 Seiten umfassen sollten, Diplomarbeiten hingegen 80-100. Die genauen Werte können Sie bei Ihrem Prüfungsbüro erhalten. Und nur hier! Weder bei der Studienberatung des ASTA noch bei Ihrem Freund, mit dem Sie immer Billard spielen.

Sie können sich den strengen Vorgaben nicht dadurch entziehen, dass Sie eine geringere Schriftgröße wählen, also Arial 8 statt Arial 12. Auch dem stehen Richtlinien entgegen, wie Sie sie im nächsten Absatz finden. Auch die Größe der Seitenränder ist vorgeschrieben.

Im Einzelnen können die Vorgaben von Institut zu Institut verschieden sein. Das folgende Beispiel bewegt sich aber in den Grenzen der üblichen Normen.

  • Größe: Verdana 12
  • Zeilenabstand: 1,5
  • Linker Seitenrand: 4 cm
  • rechter Seitenrand 2,5 cm
  • Ränder oben und unten je 2 cm

Wenn Sie später wissenschaftliche Texte in Fachzeitschriften veröffentlichen, werden Sie sich auch an ähnliche Vorgaben halten müssen. Der Verlag schickt Ihnen sonst unweigerlich Ihren Text zurück. Es gehört zur beruflichen Qualifikation von Akademikern, wissenschaftliche Inhalte in vorgegebenen formalen Grenzen zu verfassen.

Formale Vorgaben auch in anderen Bereichen üblich

Das ist übrigens auch in anderen Bereichen üblich und wird dort als selbstverständlich empfunden. Kaum ein Künstler verfügte jemals über so eine riesige Malfläche wie Michelangelo, als er die Kuppel in der Sixtinischen Kapelle ausmalte.

Die meisten Künstler haben nur die begrenzte Fläche Ihrer Leinwand auf ihrer Staffelei. Auch in diesen Grenzen entstehen Meisterwerke, wie Dürers "Junger Feldhase".

Wie setzen Sie die formalen Parameter Ihrer Arbeit nun in Ihrem Textverarbeitungsprogramm fest?

Um
die Seitenränder einzustellen, müssen Sie  ganz oben auf der Seite den Reiter "Seitenlayout"  anklicken und dann links darunter "Seitenränder".

Nun müssen Sie noch Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand oben in der breiten Befehlszeile von WORD festlegen.

Sollten
Sie Fragen dazu haben, klicken Sie auf Ihrem Bildschirm rechts oben das
weiße Fragezeichen im blauen Kreis an. Hier bekommen Sie schnelle Hilfe
bei  allen aktuellen Textbearbeitungsproblemen.

Formale Vorgaben von Abschlussarbeiten

  1. Machen Sie sich mit den formalen Vorgaben Ihres Instituts für Abschlussarbeiten vertraut
  2. Halten Sie die vorgegebenen Seitenzahlen ein
  3. Halten Sie auch die formalen Textvorgaben exakt ein
  4. Legen Sie Buchstabengröße, Zeilenabstand, linken und rechten Seitenrand und die oberen und unteren Ränder fest.
  5. Besprechen Sie Abweichungen von den Vorgaben mit Ihrem Betreuer

Noch ein Wort zum Sinn von Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten

Mit

diesen Arbeiten sollen Sie nachweisen, dass Sie die Technik
wissenschaftlichen Arbeitens beherrschen – es ist Ihr Gesellenstück. Die
Arbeit hat nicht den Sinn, das Wissen Ihres Fachgebietes zu erweitern.
Das kann zwar durchaus einmal passieren, steht aber nicht im
Mittelpunkt.

Eine
Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit ist nicht zitierfähig. Weder
sollten Sie in Ihrer Abschlussarbeit andere Abschlussarbeiten zitieren,
noch wird ein anderer Wissenschaftler Ihre Arbeit zitieren.

Die
erste wissenschaftliche Arbeit, die die Fachöffentlichkeit erreichen
kann, ist die Dissertation. Erst diese ist wissenschaftlich zitierfähig.
Sie hat auch ausdrücklich das Ziel, neue Erkenntnisse zu produzieren
und der "scientific community" vorzustellen.

Es wird Ihr Meisterstück und wird sowohl in Ihrer Universitätsbibliothek stehen als auch in anderen Universitäten.

Freuen Sie sich drauf!

Veröffentlicht am 29. Mai 2013