Steuern & Buchführung

Steuern & Buchführung: Die Finanzen sicher im Griff

Steuern und Buchführung sind für die meisten Privatpersonen ebenso wie für Unternehmer ein rotes Tuch. Wer im „Paragrafendschungel“ den Durchblick hat, ist eindeutig im Vorteil. Deshalb beschäftigt sich experto für Sie mit den wichtigsten Fragen rund um Themen wie die Einkommensteuer, die Steuererklärung, die unternehmerische Buchführung und das Controlling. Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen wie z. B.

  • Welche Möglichkeiten gibt es, um Steuern zu sparen?
  • Wie reiche ich eine Umsatzsteuervoranmeldung korrekt ein?
  • Wie muss ich meinen Nebenjob versteuern?
  • Was kann man von der Einkommensteuer absetzen?
  • Wie organisieren kleine Unternehmen ihre Buchführung am effizientesten?
  • Worauf ist bei der Steuererklärung zu achten?

Tausende Artikel aus dem Bereich Steuern & Buchführung warten darauf, Ihnen bei Ihren Fragen weiterzuhelfen und Sie einen Schritt weiterzubringen. Hier werden Sie zum Steuer-experto!

So summieren Sie die Arbeitszeit richtig

Vielleicht haben Sie schon mal verwundert vor den Rechenergebnissen von Excel gestanden. So addiert Excel zum Beispiel die Arbeitszeit der einzelnen Tage von "7:00", "7:15", "8:30", "8:00" und "6:00" zur Wochenarbeitszeit von "12:45". Grund dafür ist das Format für das Summenfeld der Wochenarbeitszeit. Es weist standardmäßig das Format "Uhrzeit" vom Typ "13:30" auf, das keinen Wert größer als 24 Stunden darstellen kann. Um das zu ändern, gehen Sie wie folgt vor.

Ihre Steuernummer muss in Ihren Rechnungen stehen

Trotz heftiger Kritik hält der Gesetzgeber an der Regelung fest, dass alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmer seit dem 01.07.2002 Rechnungen mit ihrer Steuernummer versehen müssen (§ 14 Abs. 1a UStG). Von der Neuregelung sind Sie also nicht betroffen, wenn Sie als Kleinunternehmer nach § 19 UStG von der Umsatzsteuer befreit sind oder z.B. als Arzt oder Kreditvermittler ausschließlich umsatzsteuerfreie Umsätze erzielen.

Aufbewahrungsfristen: Welche Geschäftsunterlagen Sie Anfang 2004 entsorgen können

Trotz der Tendenz zum papierlosen Büro gibt es immer noch genügend Geschäftsunterlagen, die für bestimmte Zeiträume aufzubewahren sind. So müssen Bilanzen, Buchführungsunterlagen, Buchungsbelege und Jahresabschlüsse zehn Jahre lang aufbewahrt werden. Die Aufbewahrungsfrist beginnt immer am Ende des Kalenderjahrs, in dem sich der dokumentierte Geschäftsvorfall zugetragen hat.

Betriebsausgaben: Aufwendungen für Betriebsveranstaltungen

Die Besonderheit bei Betriebsveranstaltungen besteht darin, dass Sie unter bestimmten Voraussetzungen Ihre Aufwendungen als lohnsteuerfreie Bezüge behandeln können. Das hat für Sie und Ihre Arbeitnehmer den Vorteil, dass Sie für diese Aufwendungen keine Lohnsteuer und auch keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen. Die Einstufung als begünstigte Betriebsveranstaltung bringt Ihnen somit erhebliche finanzielle Vorteile.

Neu: Steuererklärungen per Fax sind jetzt erlaubt

Das Finanzgericht des Landes Brandenburg hat entschieden (Az. 1 K 57/02), dass Sie nicht nur Steueranmeldungen, sondern auch alle anderen Steuererklärungen, z.B. Körperschaft- und Einkommensteuererklärungen, per Fax wirksam an das Finanzamt übermitteln können. Bei einer per Fax übersandten Steuererklärung fehlt nach der Auffassung des Finanzgerichts nicht die eigenhändige Unterschrift.

Vorsteuerabzug sichern: Achten Sie auf neue Angaben auf Rechnungen

Seit 1.1.2004 gelten neue Vorschriften für die Erstellung ordnungsgemäßer Rechnungen. Das hat der Bundesrat am vergangenen Freitag beschlossen. Prüfen Sie künftig bei Rechnungen von Lieferanten und Dienstleistern an Ihr Unternehmen sorgfältig, ob alle geforderten Angaben enthalten sind. Denn für unvollständige Rechnungen kann Ihnen das Finanzamt den Vorsteuerabzug verweigern.

Steuererklärung: Vermeiden Sie, dass der Fiskus die Zahlen schätzt

Reichen Sie Ihre Steuererklärung nicht rechtzeitig ein, kann der Fiskus die Zahlen schätzen. Gegen einen solchen Schätzungsbescheid brauchen Sie sich nicht ausdrücklich mit Einspruch zu wehren. Es ist vielmehr ausreichend, wenn Sie Ihre Steuererklärung dann innerhalb eines Monats nachreichen. Laut Bundesfinanzhof muss das Finanzamt dies als Einspruch werten (Az. V R 87/01).

Sparen Sie mit privat angeschafften Wirtschaftsgütern in Ihrem Betrieb Steuern

Nicht nur Anschaffungen, die Sie direkt für Ihr Unternehmen tätigen, können Sie als Betriebsausgaben von Ihrem zu versteuernden Gewinn abziehen. Auch mit Gegenständen, die Sie ursprünglich für Ihren privaten Gebrauch gekauft haben, können Sie Ihre Steuerlast verringern – indem Sie sie als Privateinlage in Ihren Betrieb einbringen. Lesen Sie im folgenden, wie Sie mit privat angeschafften Wirtschaftsgütern in Ihrem Betrieb Steuern sparen.

Sichern Sie sich als Vermieter den Vorsteuerabzug in der Bauphase

Das können Sie, wenn Sie beabsichtigen, ein Gebäude umsatzsteuerpflichtig an Unternehmer zu vermieten. Bei allen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen können Sie den Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen. Dabei schadet es Ihnen nicht, wenn Sie das Gebäude nach Fertigstellung doch umsatzsteuerfrei vermieten. Der bis dahin erfolgte Vorsteuerabzug bleibt Ihnen laut Bundesfinanzhof erhalten (Az. V B 166/02).

Vorsicht bei eBay-Handel

Über eBay werden täglich Millionenbeträge umgesetzt. Der Kauf und Verkauf von Waren aller Art kann nicht nur für Privatpersonen interessant sein, sondern auch für Unternehmen. Über eBay werden z.B. Büroeinrichtungen, Notebooks oder Maschinen und Fahrzeuge ersteigert. So ist z.B. ein neuer Monitor TFT für rund 1/3 des normalen Listenpreises zu haben.

Handy finanzamtsicher abrechnen

Handy und Autotelefon gehören zur Grundausstattung vieler Unternehmen. Insofern ist es verwunderlich, dass die lohnsteuerlichen Probleme noch nicht abschließend geklärt sind. Die Oberfinanzdirektion Frankfurt a.M. hat mit ihrer Verfügung vom 4. 3. 2003, S 2354 A - 39 - St II 30, ausführlich Stellung genommen. Die Beamten stellen in ihrer Anweisung klar, dass die steuerliche Behandlung für ein Autotelefon, ein Handy oder ein Mobiltelefon absolut identisch ist.

Freie Berufe: Diese Heilberufe sind nicht gewerblich

Immer wieder streiten sich Selbstständige mit ihrem Finanzamt darüber, ob sie als Freiberufler oder Gewerbetreibende gelten. Zu Auseinandersetzungen kommt es speziell bei Berufen, die nicht in § 18 Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) als freie Berufe aufgeführt sind. Sie können dennoch als solche eingestuft werden, wenn sie den im Gesetz genannten Berufen ähnlich sind. Wann das bei Heilberufen der Fall ist, hat das Bundesfinanzministerium jetzt mit einem Schreiben klargestellt (Geschäftszeichen: IV A 6 - S 2246 - 8/03).