Buchführung

Wie das Finanzamt Ausgaben trotz Verlustphasen anerkennt

In den ersten Jahren der Selbstständigkeit ist es nicht ungewöhnlich, wenn Verlustphasen entstehen. Das Finanzamt erlaubt Ihnen deshalb, Anfangsverluste mit anderen Einkünften zu verrechnen. Haben Sie sonst keine Einkünfte, können Sie die Verluste auf künftige Jahre vortragen, in denen Sie Gewinn erzielen. Das senkt Ihre Steuerlast in der Zukunft.

Aber: Gibt es keine Anzeichen, dass Sie jemals Gewinn erzielen werden, kann das Finanzamt den Betriebsausgabenabzug streichen. Die Tätigkeit wird dann als Liebhaberei gewertet. Das muss das Finanzamt allerdings in 2 Schritten überprüft haben (BGH, 17.11.2004, Az.: X R 62/01).

1. Prüfung:
Kann der Selbstständige mit seiner Tätigkeit einen "Totalgewinn" erzielen? Das Finanzamt muss beurteilen, ob Sie anfängliche Verlustphasen jemals durch Gewinne ausgleichen.

2. Prüfung:
Will der Selbstständige Gewinn erzielen? Hierbei prüft das Finanzamt bei langen Verlustphasen, ob Sie Ihre selbstständige Tätigkeit nur aus persönlichen Motiven betreiben. Das ist nicht anzunehmen, wenn Sie z.B. Maßnahmen ergreifen, um die Verlustphasen zu beenden.Erst wenn  beide Prüfungen negativ ausfallen, darf das Finanzamt den Betriebausgabenabzug streichen. Lassen Sie es nicht soweit kommen: Erläutern Sie dem Finanzamt, welche Maßnahmen Sie eingeleitet haben, um Ihre Kosten zu senken oder Ihren Umsatz zu erhöhen. Ihre Ausführungen reichen Sie zusammen mit der Steuererklärung ein.

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.