Wertvolle Tipps zur Altersvorsorge mit ETF-Sparplänen

Private Altersvorsorge: Mit ETF-Sparplänen für das Rentenalter vorsorgen.

Das allgemeine Rentenniveau wird bis 2030 auf nur noch 43 Prozent absinken. Wer Altersarmut vermeiden will, muss daher privat vorsorgen. Aber das ist in der aktuellen Niedrigzinsphase gar nicht so einfach. ETF-Sparpläne sind dafür jedoch ein geeignetes Mittel.

Um die Jahrtausendwende hat die Bundesregierung Rentenreformen durchgesetzt. Als Ergebnis wird das allgemeine Rentenniveau von heute noch rund 48 Prozent auf nur noch 43 Prozent im Jahre 2030 absinken.

Aufgefangen werden soll diese Lücke durch private Vorsorge, unter anderem durch die staatlich geförderte Riester-Rente. Doch Riester-Verträge sind erstens kompliziert und zweitens teuer, sodass sie sich nicht im erhofften Umfang durchgesetzt haben.

Wenn die Höchstgrenzen der staatlich geförderten Verträge erreicht oder überschritten sind, kann weitere Vorsorge u. a. mit ETF-Sparplänen getroffen werden.

ETF-Sparpläne als Mittel der Wahl

So ziemlich alle Online-Broker bieten ETFs an, die sparplanfähig sind. Filialbanken sind da wesentlich zurückhaltender, da sie an ETFs nur wenig verdienen. Vorteile von ETF-Sparplänen sind ihre Transparenz und Flexibilität. So kann man zum Teil bereits ab 25 Euro monatlich oder quartalsweise auf diese Art sparen.

Mittel der Wahl sollten in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase Aktien-ETFs auf breite Aktienindizes wie zum Beispiel dem MSCI World Index sein. Dieser Index enthält über 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern, in die man bei einem ETF-Sparplan dann regelmäßig investiert.

Einmal eingerichtet, werden die Sparraten regelmäßig vom Konto abgebucht und man muss sich um nichts mehr kümmern.

Besonders interessant sind kostenfreie Sparplanangebote der Direktbanken, bei denen man sogar noch die Ordergebühren spart, so dass die Sparrate zu 100 Prozent in den Sparplan fließt. Fast alle Online-Broker haben solche kostenfreien Sparpläne für ETFs im Angebot.

Flexibilität und niedrige Kosten

Zum einen sind ETF-Sparpläne sehr flexibel: So können die regelmäßigen Sparraten jederzeit an ein verändertes Einkommen angepasst und bei Bedarf auch für eine Zeit ausgesetzt werden. All diese Anpassungen können zuhause am heimischen PC vorgenommen werden.

Zudem gibt es keine festen Laufzeiten oder irgendwelche Kündigungsfristen zu beachten, da Sie jederzeit über Ihr Guthaben verfügen können.

Zweiter Vorteil sind die geringen Kosten eines ETF-Sparplans. Bei kostenfreien Sparplänen fallen keine Ordergebühren an (wohl aber Kosten beim Verkauf), sodass als einzige Kosten nur die jährlichen Verwaltungsgebühren in Höhe von durchschnittlich 0,4 Prozent des Fondsguthabens zu Buche schlagen.

Aufbau einer privaten Altersvorsorge mit ETFs

Über eine Riester-Rente hinaus sind ETF-Sparpläne das Mittel der Wahl, um private Altersvorsorge zu betreiben. Es gibt kaum eine flexiblere Geldanlage als solche Sparpläne.

Beginnen sollten Sie mit Aktien-ETFs und je näher Sie dem Rentenalter kommen, desto mehr sollten Sie in festverzinsliche Wertpapiere oder Geldmarktfonds umschichten, um dem Risiko eines Börsencrashs zu entgehen, wenn Sie in die Rentenphase eintreten.

Auch Verbraucherschützer sowie die Stiftung Warentest empfehlen ETFS und ETF-Sparpläne.

Den vielen Vorteilen dieser Geldanlageform stehen im Grunde genommen keine nennenswerten Nachteile gegenüber. Zu beachten ist, dass sie nur Geld, das Sie ungefähr in den nächsten 10 Jahren nicht brauchen, in Aktien-ETFs investieren sollten, da es jederzeit zu einer Krise an den Börsen dieser Welt kommen kann. Diese Krisen sollten Anleger stets aussitzen. Bisher haben sich die Börsen noch von jeder Krise wieder erholt.

Veröffentlicht am 20. Januar 2016
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