So prüfen Sie Ihren Rentenbescheid

Der Rentenbescheid kann fehlerhaft sein.

Zahlendreher, häufige Arbeitgeberwechsel oder lange Krankheitszeiten: All diese Aspekte können dafür sorgen, dass ein Rentenbescheid fehlerhaft ist. Um finanzielle Einbuße zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Rentenbescheid regelmäßig zu prüfen. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel!

Für die meisten Arbeitnehmer wird das Thema Rente erst nach dem Ende der Erwerbstätigkeit interessant. Jeder Arbeitnehmer, der in die Rentenkasse einzahlt, bekommt ab dem 27. Lebensjahr einmal im Jahr eine sogenannte Renteninformation zugeschickt. Ab dem 54. Lebensjahr erhalten Arbeitnehmer diese Information alle drei Jahre. Diese Renteninformation sollte regelmäßig überprüft werden, da sonst finanzielle Einbuße drohen.

Vor dem Rentenbescheid kommt die Renteninformation

Falls beim Arbeitnehmer noch keine Post eingetrudelt ist, obwohl das 27. Lebensjahr schon vollendet ist, sollte Kontakt mit der Deutschen Rentenversicherung aufgenommen werden. Diese Renteninformation informiert der Rentenversicherungsträger über die Höhe der Rentenzahlungen, die der Betroffene im Ruhestand erhalten wird. Obwohl diese Schreiben eigentlich maschinell erstellt werden, schleichen sich doch immer wieder Fehler ein, die die Betroffenen selbst entdecken müssen.

Falls in diesem frühen Stadium schon Fehler in den Informationsschreiben sind, können diese leichter ausgemerzt werden. Werden die Fehler erst später oder sogar erst zum Eintritt in die Rente entdeckt, dann kann es mitunter sehr aufwendig sein, Fehler zu korrigieren. Das Renteninformationsschreiben ist jedoch nicht rechtsverbindlich, sondern nur ein Service der Rentenversicherungsträger.

Welche Gründe gibt es für fehlerhafte Rentenbescheide?

Die Rentenbescheide, die Rentner nach dem Eintritt in den Ruhestand zugestellt bekommen, können ebenfalls fehlerhaft sein. Rund 600.000 Rentenbescheide werden jährlich erteilt. Dabei gibt es verschiedene Fehlerquellen, die die Ursache für falsche Daten sein können.

Ein Grund, der immer wieder vorkommt, ist die falsche Übermittlung der Daten durch den Arbeitgeber, die Agenturen für Arbeit oder die Krankenkassen. Wird schon von vorneherein ein Zahlendreher mit übermittelt, zum Beispiel ein Jahreslohn von 25.000 statt den eigentlichen 52.000, dann kann dies die Rentenhöhe verfälschen.

Auch bei Datumsdrehern, wie dem vertauschten 12. und 21., kann dies den Rentenbetrag verändern. Gerade bei häufigen Arbeitgeberwechseln ist es wichtig, dass der Rentenbescheid sorgfältig kontrolliert wird. Auch häufige oder längere Krankheiten, Arbeitslosenzeiten oder einfache Zahlendreher in der Versicherungsnummer können zu Fehlern im Rentenbescheid führen.

So prüfen Sie Ihren Rentenbescheid

Trotz der Bemühungen der Rentenkassen, die Rentenbescheide so übersichtlich wie möglich zu halten, sind sie voll von rechtlichen Hinweisen und komplizierten Belehrungen. In erster Linie ist es nicht wichtig, die Höhe der monatlichen Rente nachzuvollziehen, sondern die Ermittlung dieser.

Hierfür sollte der Versicherungsverlauf mit den Versicherungsbescheinigungen des Arbeitgebers abgeglichen werden. Mithilfe der Lohnunterlagen können so Bruttogehälter und Zeiträume überprüft werden, um zu schauen, ob alle Zahlen richtig übernommen wurden.

Auch die Fehlzeiten sollten überprüft werden. Lücken können rentenrechtlich sein, zum Beispiel wenn ein Lehrer vorher als Referendar gearbeitet hat. Bei einem zwischenzeitlichen Studium ist das meist nicht der Fall. Um Fehler zu vermeiden, empfiehlt sich an dieser Stelle die Hilfe eines Rentenberaters einzuholen.

Mehr zu den häufigsten Fehlern im Rentenbescheid lesen Sie in diesem Artikel.

Veröffentlicht am 5. August 2014