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Riester-Rente 2020: Das sollten Interessenten wissen

Lesezeit: 3 Minuten Riester-Rente 2020 – mit der richtigen Vorbereitung kann auch die Riester-Rente sich durchaus lohnen. Es kommt jedoch stark auf die eigene Situation und das gewählte Produkt an.

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Riester-Rente 2020: Das sollten Interessenten wissen

Riester-Rente 2020: Das sollten Interessenten wissen

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Mit der Riester-Rente hat der Gesetzgeber vor einigen Jahren eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge geschaffen. Das anfangs sehr positive Bild hat inzwischen Risse bekommen. Schuld daran sind unter anderem Berechnungen und Prognosen der Anbieter, welche Verbraucher zu überzogene verleitet haben. Inzwischen ist der Blick deutlich nüchterner geworden.

Die teils heftige Kritik an den Riester-Verträgen geht mitunter aber ebenfalls zu weit. Wichtig ist, sich mit der Altersvorsorge intensiv zu beschäftigen – um die persönlich beste Lösung zu finden, wozu auch die Riester-Rente gehören kann.

Auf den Anbieter kommt es an

Auch, wenn die Riester-Rente nicht mehr den besten Ruf hat – Verträge gleich komplett zu den Akten legen, ist eine falsche Herangehensweise. In den letzten Jahren haben sich einige Zielgruppen herauskristallisiert, welche durch spezielle Konstellationen in der Förderung sehr stark von den Rahmenbedingungen der Riester-Verträge profitieren.

Um das Potenzial der Altersvorsorge ideal auszunutzen, braucht es zwei Dinge:

  • den richtigen Vertrag
  • einen passenden Anbieter.

Dass die Gestaltung des Riester-Vertrags eine große Rolle spielt, wissen viele Interessenten. Der Blick geht auf Aspekte wie Garantiezins oder die Abschlusskosten. Gerade durch die Entscheidung für eine der Gestaltungsvarianten der Riester-Rente werden entscheidende Weichen gestellt.

Während die klassische Rentenversicherung umfassende Garantien für Interessenten bedeutet, fallen im Bereich der fondsbasierten oder indexgebundenen Angebote die Ertragschancen höher aus. Allerdings geht dieser Vorteil zulasten der Garantieerklärungen, welche hier weniger umfassend ausfallen. Weniger intensiv wird sich mit dem Anbieter selbst auseinandergesetzt.

Dabei sind gerade im Hinblick auf:

  • Rendite
  • Kosten/Abschlussgebühren
  • Beratung und Service

die Unterschiede sehr deutlich spürbar. Unter https://www.finanzen.de/altersvorsorge/riester-rente/testsieger lassen sich umfassende Informationen rund um die Riester-Rente und entsprechende Anbieter finden. So erhalten Interessenten einen entsprechenden Überblick und können ihre Entscheidung am Ende auf einer fundierteren Basis treffen.

Für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Die Riester-Rente wurde anfangs als lohnenswerte Altersvorsorge gefeiert. Innerhalb kürzester Zeit schlossen Millionen Verbraucher einen entsprechenden Vertrag ab. Inzwischen zeigt sich sehr deutlich, welche Personenkreise von diesen Verträgen besonders profitieren.

Ein Abschluss von Riester-Verträgen lohnt sich vor allem für Familien mit Kindern. Der Grund: Diese Personengruppe erhält eine umfassende Förderung durch die Zulagen der Riester-Rente. Während ein erwachsender Sparer allein auf gerade einmal 175 Euro als Grundzulage kommt, gibt es für jedes Kind laut Verbraucherzentrale zwischen 185 Euro bis 300 Euro.

Entscheidend ist hier das Alter des Kindes. Für Nachwuchs, der nach dem 01. Januar 2008 geboren wurde, gibt es die höhere Kinderzulage. Um die vollen Zulagen zu erhalten, muss der Sockelbetrag in den Vertrag eingezahlt werden.

Für Familien hat die Riester-Rente einen weiteren Vorteil: Sie kann in die Eigenheimfinanzierung eingeflochten werden. Bedeutet in der Praxis, dass Eltern Sparverträge für die eigenen vier Wände bedienen oder Wohneigentum entschulden.

Was sollte beim Vertragsabschluss beachtet werden?

Wer sich für eine Riester-Rente interessiert, hat meist die Zulagen als Form der Förderung im Hinterkopf. Klar muss an dieser Stelle aber immer sein, dass die Zulagenberechtigung in jedem Fall gegeben ist. Heißt: Direkt (also unmittelbar) zulagenberechtigt sind:

  • versicherungspflichtig Beschäftigte
  • Beamte und Richter
  • versicherungspflichtige Landwirte.

Lebens- und Ehepartner unmittelbar Zulagenberechtigter haben immerhin mittelbar Anspruch auf die Zulagen.

Ein weiterer Punkt betrifft die Auszahlungsphase. Für die Riester-Rente gelten schädliche Tatbestände, zu denen unter anderem die Kündigung des Vertrags oder vorzeitige Entnahmen gehören. Jeder Interessent muss sich mit den Rahmenbedingungen beschäftigen, um teure Fehler zu vermeiden.

Fazit: Auf den Riester-Vertrag richtig vorbereiten

Altersarmut entwickelt sich zu einem Schreckgespenst. Kein Wunder, dass viele Haushalte nach Optionen für die Altersvorsorge suchen. Die Riester-Rente hat gerade für Familien immer noch eine gewisse Attraktivität. In der Praxis kommt es darauf an, den Abschluss des Vertrags richtig vorzubereiten, um am Ende nicht das Nachsehen zu haben. Hierzu gehört nicht nur der Blick auf besonders lukrative Verträge. Jedem Interessenten muss klar sein, was unterschrieben wird. Fondsbasierte Verträge können mehr Ertrag einbringen, haben aber auch höhere Risiken. Außerdem hat klar zu sein, was alles in den Bereich der schädlichen Verwendung gehört.

Bildnachweis: blende40 / stock.adobe.com

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