Lebens- und Rentenversicherungen: Keine Pflicht zur Offenlegung der Gewinnverteilung

Wer eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließt, hat nach gegenwärtiger Rechtslage keinen Anspruch gegen den Lebensversicherer auf Offenlegung der Rechnungsgrundlagen sowie auf Einzelauskünfte über Höhe, Art der Ermittlung oder Verteilung des Gewinns. Er hat auch keinen Anspruch darauf, dass das Gericht durch Sachverständigengutachten den Betrag des zu verteilenden Überschusses ermittelt, wenn er nicht substantiiert darlegt, warum die Berechnung des Versicherers unzutreffend sein soll. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Celle (AZ: 8 U 181/05) hervor.

Die Richter waren der Auffassung, dass der Vertrag selbst hinreichend bestimmt, in welchem Umfang der Versicherte Überschüsse erhält und wie sie berechnet werden. Wer als Kunde mit den daraus resultierenden Berechnungen und Festsetzungen des Versicherers nicht einverstanden ist, muss vor Gericht genau darlegen, warum er mehr Geld verlangt. Wer das nicht kann, der kann einen höheren Anspruch nicht durchsetzen.
Veröffentlicht am 10. August 2007
Autor
*Nikki*