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Gesetzliche Rente: Das müssen Arbeitnehmer wissen

Lesezeit: 3 Minuten Wer angestellt arbeitet, muss in sie einzahlen: Die gesetzliche Rentenversicherung ist für viele Menschen immer noch das Rückgrat ihrer Altersvorsorge, obwohl sie aufgrund des demografischen Wandels für zukünftige Rentnergenerationen sinken wird. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie das gesetzliche Rentensystem eigentlich funktioniert. Ein erster Überblick hilft, das Solidarprinzip Rente zu verstehen.

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Gesetzliche Rente: Das müssen Arbeitnehmer wissen

Gesetzliche Rente: Das müssen Arbeitnehmer wissen

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Alterssicherung mit Geschichte

Reichskanzler Otto von Bismarck war es, der die gesetzliche Rentenversicherung ins Leben rief. Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Industrialisierung die Arbeiterschicht ins soziale Elend gestürzt, und Bismarck erkannte die daraus entstehenden Gefahren für die Stabilität der Gesellschaft. Um dem zu begegnen, führte der Reichstag des Deutschen Reichs auf Initiative des Kanzlers im Jahr 1889 das „Gesetz betreffend die Individualitäts- und Altersversicherung“ ein.

Alle Arbeitenden ab 16 Jahren waren nun rentenversichert. Der Beitragssatz betrug zwei Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlten schon damals zu gleichen Teilen ein, und der Staat steuerte einen Zuschuss von 50 Mark bei. Das damalige Renteneintrittsalter lag bei 70 Jahren. 1890 wurden zur Erhebung der Beiträge und für die Rentenauszahlungen in den deutschen Bundesstaaten 31 Versicherungsanstalten gegründet. Sie waren die Vorläufer der heutigen Landesversicherungsanstalten (LVA).

Umlageverfahren und Generationenvertrag

Die gesetzliche Rentenversicherung basiert darauf, dass die Erwerbsgeneration in sie einzahlt. Aus derselben Kasse erhalten die Rentner ihre monatlichen Zahlungen. Geht die heutige Erwerbsgeneration in Rente, zahlt die zukünftige für sie in die Rentenkasse ein. Diese Umlage des Geldes ist auch als Generationenvertrag bekannt.

Beiträge, Rentenhöhe und Einzahlungen

9,3 Prozent ihres monatlichen Bruttoeinkommens müssen Arbeitnehmer derzeit in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Die Höhe ihrer später zu erwartenden Rente ist von drei Faktoren abhängig: der Anzahl der Beitragsjahre, der Höhe des Bruttogehalts und dem Zeitpunkt des Renteneintritts. Da die Gehälter in Ostdeutschland in der Regel geringer sind, zählt das gleiche Gehalt dort mehr für die Rente als ein westdeutsches.

Berechnung durch Entgeltpunkte

Mit ihren Beitragszahlungen erwerben Arbeitnehmer sogenannte Entgeldpunkte. Wer in einem Beitragsjahr so viel verdient wie das bundesdeutsche Durchschnittsgehalt, erhält einen Punkt. Für 2020 beträgt das Durchschnittsgehalt in Westdeutschland voraussichtlich 40.551 Euro, im Osten 37.898 Euro. Für jeden Entgeltpunkt erhält der Einzahler einen sogenannten Rentenwert: Im Westen sind das 33,05 Euro, im Osten 31,89 Euro.

Die Rente wird mit folgender Formel berechnet: Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x aktueller Rentenwert x Rentenfaktor = monatliche Rente.

Der Zugangsfaktor definiert den Zeitpunkt des Renteneintritts vor oder nach der Regelaltersgrenze. Der Rentenartfaktor berücksichtigt die Höhe der Einzahlungen.   

Freiwillige Beitragszahlungen

Auch Selbstständigen steht die gesetzliche Rentenversicherung offen. Sie können unter bestimmten Bedingungen freiwillig Beiträge einzahlen, um später eine finanzielle Basisabsicherung zu erhalten. Freiwillige Einzahlungen sind auch für jene interessant, die älter als 50 sind und früher in Rente gehen wollen – mit den freiwilligen Beiträgen lassen sich Rentenabschläge vermeiden. Dasselbe gilt für alle, die Kinder erzogen oder Verwandte gepflegt haben: Sie können die fehlenden Beitragsjahre mit freiwilligen Rentenbeiträgen ausgleichen, um später Anspruch auf eine Rente zu erhalten.          

Wichtig für die Zukunft: Private Vorsorge

Für Arbeiter und Angestellte ist private Altersvorsorge notwendiger denn je. Der Grund: Wenn sich die Babyboomer-Generation der Fünfziger- und Sechzigerjahre in nächster Zeit aus dem Erwerbsleben verabschiedet, müssen immer weniger Einzahler in die Rentenkasse für immer mehr Renten aufkommen. Das hat zur Folge, dass die gesetzliche Rente zukünftig immer geringer ausfällt.

Wer deshalb privat vorsorgen will, steht oft vor einem Dilemma. Traditionelle Ansparformen wie das Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto werfen seit Jahren kaum Zinsen ab, und der Finanzmarkt ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln.

Wer sich diesbezüglich beraten lassen will, kann den Kundenberater seiner Bank oder Sparkasse oder einen unabhängigen Finanzberater konsultieren. Finanzvertriebe wie die tecis Finanzdienstleistungen AG, die Telis Finanz AG oder die DVAG bieten ebenfalls ihre Dienste an. Sie haben oft die jüngere, online-affine Generation der Erwerbstätigen im Blick: So bietet die tecis ihren Kunden eine App, über die sich jederzeit die Konten kontrollieren lassen und in der Versicherungserträge für die Altersversorgung archiviert werden.

In Zeiten der Corona-Krise beraten die Mitarbeiter von tecis ihre Klienten per Videoberatung. Mit diesem Angebot sorgt das Unternehmen einerseits für mehr Sicherheit vor Ansteckung, andererseits bietet es eine zeitgemäße Art der Kommunikation, die tecis als modernes Unternehmen im Markt positioniert. 

Bildnachweis: bilderstoeckchen / stock.adobe.com

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