Freiwillige Rentenversicherung: Für wen lohnt sich das?

Wer in der Rentenversicherung freiwillig versichert ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine bereits bestehende Anwartschaft auf Rente wegen Erwerbsminderung erhalten oder den Rentenanspruch deutlich erhöhen.

Wer etwa aufgrund von Kindererziehungszeiten nur kurze Zeit berufstätig war und hierdurch erst geringe Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat, der kann durchaus über freiwillige Beiträge nachdenken. Ergeben die bisher zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten – einschließlich der Kindererziehungszeiten – keine fünf Jahre Wartezeit, so kann man einen Anspruch auf die Regelaltersrente erwerben, wenn man sich in der Rentenversicherung freiwillig versichert.

Erhalt des Versicherungsschutzes
Wenn man aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung ausgeschieden ist – etwa um sich selbstständig zu machen – und diese Tätigkeit nicht versicherungspflichtig ist, verliert man unter Umständen ohne weitere Beitragsleistung die Anwartschaft auf eine Rente bei Erwerbsminderung.

Wer aus der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung ausscheidet, der gibt damit auch einen umfassenden Versicherungsschutz ganz oder zumindest teilweise auf. Gegen Risiken wie Alter, Erwerbsminderung oder Tod kann man sich zwar privat absichern, dennoch kann es nicht schaden, sich über die Möglichkeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung beraten zu lassen.

Veröffentlicht am 3. August 2010