Rente

Erziehungsrente – die Rente, die kaum jemand kennt

Erziehungsrente – die Rente, die kaum jemand kennt
geschrieben von Fred Schübbe

Ein trauriger Anlass ist die Anspruchsgrundlage für die Erziehungsrente. Stirbt der geschiedene, unterhaltspflichtige Partner und versorgt der oder die Hinterbliebene die gemeinsamen Kinder, entsteht ein Anspruch auf Erziehungsrente. Damit soll dem hinterbliebenen Elternteil geholfen werden, sich auch nach dem Tod des unterhaltspflichtigen Ex-Partners um die Kindererziehung zu kümmern.

Finanzen: Wann die Erziehungsrente gezahlt wird
Um Anspruch auf die Erziehungsrente zu haben, müssen u.a. die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Tod des früheren Ehegatten
  • Auflösung der Ehe nach dem 30.06.1977
  • Erziehung eines gemeinsamen Kindes oder eines Kindes des verstorbenen Ex-Ehegatten, das noch keine 18 Jahre alt ist

Die Rente wird ab dem Tod des ehemaligen Ehegatten gezahlt, unter bestimmten Voraussetzungen auch rückwirkend.

Finanzen: Erziehungsrente wird wie Erwerbsminderungsrente berechnet
Die Erziehungsrente wird nicht aus der Versicherung des Verstorbenen, sondern aus dem eigenen Konto gezahlt, da es sich um Ersatz für den weggefallenen Unterhalt handelt. Eigenes Einkommen wird oberhalb des Freibetrages (West: Euro 718,08, Ost 637,03) angerechnet.

Finanzen: Wegfall der Erziehungsrente
Die Erziehungsrente fällt weg, wenn der Rentenempfänger wieder heiratet, wenn die Kindererziehung endet oder wenn Altersrente bezogen wird.

Informationen zur Rente erteilen die Rentenberatungsstellen.

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Fred Schübbe

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