Rente

Diese Ruhestandsmodelle sollten Sie nach Ihrem Renteneintritt in Erwägung ziehen

Diese Ruhestandsmodelle sollten Sie nach Ihrem Renteneintritt in Erwägung ziehen
geschrieben von Burkhard Strack

Obwohl der Renteneintritt von staatlicher Seite kontinuierlich nach hinten verschoben werden soll, ist es mittlerweile keinesfalls mehr eine Seltenheit, dass Rentner mehr Zeit in der Rente als in ihrer Kindheit verbringen. Ruhestandsmodelle sollen eine Alternative für die sein, die im gehobenen Alter nicht nur „ruhen“ möchten. Für die Wirtschaft hat das durchaus positive Effekte.

Wer sich nach dem Renteneintritt auch weiter aktiv halten möchte, kann das mit vielen Arbeitgebern frühzeitig besprechen. Denn Ruhestandsmodelle bieten auch für diese eine Alternative zum relativ starren Renteneintritt, der vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird. Dass dieser keinesfalls für jedes Individuum gleichermaßen zutrifft, ist längst kein Geheimnis mehr. Deshalb existieren Ruhestandsmodelle, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken, effektiv für eine Aufstockung der Rente sorgen und zugleich noch fitten Menschen im Alter eine weitere Teilnahme an ihrem bekannten oder gar einem neuen Umfeld ermöglichen.

Nach dem Renteneintritt aktiv bleiben oder diesen direkt nach hinten verschieben

Viele Unternehmen reagieren auf den demografischen Wandel und das steigende Durchschnittsalter in Deutschland, indem sie Ruhestandsmodelle anbieten, die nach dem Eintritt in die Rente oder zur Verzögerung von diesem genutzt werden können. Wichtig ist Arbeitgebern vor allem, die langjährig beschäftigten Fachkräfte nicht aufgrund des starren gesetzlichen Renteneintritts plötzlich zu verlieren, vor allem, wenn diese selbst noch gar nicht gewillt sind. Als grobe Faustregel werden Mitarbeiter um die 55 erstmals von Personalern kontaktiert, um einen Plan für den Ruhestand gemeinsam auszuarbeiten. Immer wieder sind es dann vier Ruhestandsmodelle, die als besonders populär gelten, ausreichend Flexibilität liefern und daher mittlerweile auch in der Praxis häufig zum Einsatz kommen – und das mit steigenden Tendenzen.

Sabbatical

Das Sabbatical wird vor allem im amerikanischen Raum häufig genutzt, ist in Deutschland aber noch weniger verbreitet. Primär dient es zur Verzögerung des Renteneintritts, indem drei Monate pausiert wird, während Mitarbeiter dann für ein halbes Jahr das halbe Gehalt erhalten. Von diesen muss allerdings drei Monate wieder gearbeitet werden. Nach dem Renteneintritt kann dieses Modell genutzt werden, um sich notwendigen Freiraum und Entlastung zu gönnen.

Pensionierte Führungs- und Fachkräfte, die auf Abruf bereitstehen

Sollte es einmal Engpässe geben, sind pensionierte Führungs- und Fachkräfte eine gute Möglichkeit, um diese zu überbrücken. Bei diesem Modell stehen Rentner gewissermaßen auf Abruf bereit. Sie arbeiten also nicht im Tagesbetrieb im Unternehmen, sind aber verfügbar, wenn das Unternehmen sie kurzfristig oder planbar benötigt. Wird mit dem Modell geplant, sind es vor allem die Wochen vor dem Weihnachtsfest, in denen es bei vielen Unternehmen zu Engpässen kommt – denkbar ist das aber auch in der Ferienzeit, wenn viele Mitarbeiter mit der Familie verreisen. Nach dem Renteneintritt wird dieser Abruf dann über schnell verfügbare und relativ unkomplizierte Minijob-Verträge geregelt.

Zusätzliche Urlaubstage

Eines der weniger kreativen Ruhestandsmodelle, sieht dieses zusätzliche Urlaubstage ab einem bestimmten Alter vor, um nach und vor dem Renteneintritt Entlastung zu bieten. In vielen Unternehmen ist das heute schon abseits der Ruhestandsmodelle der Standard, schlicht um auf die Bedürfnisse der älteren Belegschaft zu reagieren.

Altersteilzeit nach dem Renteneintritt

In diesem Fall bleibt der Betroffene dem Unternehmen noch länger erhalten, jedoch reduzieren sich die Arbeitszeiten entweder an einem ausgewählten Stichtag oder in Form eines längeren Prozesses. Denkbar ist beispielsweise eine Umsetzung, bei der die Arbeitszeit erst auf 80, dann auf 70 und schließlich auf 50 Prozent der herkömmlichen Arbeitszeit reduziert wird. So bleiben genügend Freiräume und Erholungsphasen im Ruhestand, ohne sich vollständig aus der Berufswelt ausklinken zu müssen. Unternehmen haben den Vorteil, dass die Beschäftigten in Altersteilzeit ihre Expertise und Erfahrung langsam an nachrückende Fachkräfte weitergeben können.

Ruhestandsmodelle zeigen sich also in vielfältiger Form. Immer bieten sie eine flexible Alternative zum starren Renteneintritt und der nachfolgenden Phase der Inaktivität, welche nicht von jedem Menschen automatisch gewünscht wird – oder erst zu einem späteren Zeitpunkt.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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