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Mehr Spielraum im Urlaub – Was sollte eine Reisekreditkarte alles können?

Im Ausland ohne Gebühr mit der Karte zahlen oder kostenlos Bargeld abheben? Mit der richtigen Reisekreditkarte ist das möglich! Allerdings ist die Auswahl an Anbietern groß, das Kleingedruckte oft undurchsichtig und an jeder Ecke lauern versteckte Kosten. Was die perfekte Reisekarte alles können muss, welche Kosten anfallen und welches Kartenmodell am besten für einen Urlaub ist, gibt es hier.

Mehr Spielraum im Urlaub - Was sollte eine Reisekreditkarte alles können?

Mehr Spielraum im Urlaub – Was sollte eine Reisekreditkarte alles können?

Warum braucht man eine Kreditkarte im Ausland?

Ohne eine passende Karte ist man meist schon bei der Buchung der Reise aufgeschmissen. Der Flug muss mit der Kreditkarte gezahlt werden, ebenso wie der Mietwagen und das Hotel. Außerhalb der EU kann mit einer EC-Karte nicht bezahlt werden, ebenso wenig kann man Bargeld an Automaten abheben. Die Wechselkurse im Ausland sind oft eine Kostenfalle für Touristen, weshalb man mit einer Kreditkarte echtes Geld spart. Will man eine kostenlose Kreditkarte, kann man diese bei der Bank beantragen und für die Reise nutzen.

Was muss eine Reisekreditkarte alles können?

Die perfekte Kreditkarte für den Urlaub sollte im besten Fall die Reise noch entspannter machen und vor Kostenfallen schützen. Wobei man bei der Auswahl achten muss, haben wir hier einmal kurz und knapp zusammengefasst:

  1. Gebührenfrei weltweit abheben: Bei der Abhebung von Bargeld außerhalb des EU-Raums verlangen einige Banken eine Fremdwährungsgebühr. Achten Sie darauf, dass die Kreditkarte diesen Service kostenlos anbietet.
  1. Erstattung von Fremdgebühren: Zusätzlich verlangen einige Banken eine Gebühr pro Geldauszahlung, unabhängig vom Betrag. Diese Nutzungsgebühr wird nicht von allen Kreditkartenanbietern erstattet.
  1. Bezahlen im Ausland: Genau wie bei der Bargeldabhebung verlangen manche Anbieter eine Auslandseinsatzgebühr bei Kartenzahlungen. 
  1. Zusätzliches Konto: Je nach Bank muss man bei der Beantragung einer Kreditkarte auch ein neues Konto eröffnen. Bei der Auswahl sollte man also abwägen, ob man ein zusätzliches Reisekonto möchte oder sein reguläres Girokonto nutzen will.
  1. Kundenservice: Auf Reisen ist es von Vorteil, wenn die Bank auch per E-Mail erreichbar ist. Durch die Zeitumstellung und hohe Gebühren sind Telefonate häufig umständlich.
  1. Sonstige Gebühren: Für die Karte kann eine feste Jahresgebühr berechnet werden, unabhängig von der Nutzung. Wenn man diese Gebühr umgehen will, sollte man eine kostenfreie Kreditkarte auswählen.

Zusatzleistungen

Welche Kreditkarte man letztendlich auswählt, kann auch abhängig von bestimmten Sonderleistungen sein. Da für solche Karten meist höhere Jahresgebühren anfallen, muss man vorher abwägen, ob man diese auch in Anspruch nimmt.

Gerade für längere Reisen außerhalb der EU bieten sich Karten mit einer integrierten Reiseversicherung an. Darin kann eine Auslandskrankenversicherung, Reiserücktrittsversicherung oder auch eine Unfallabsicherung integriert werden. Bei Mietwagen im Ausland gibt es die Möglichkeit über die Karte eine Kfz-Versicherung mit Rechtsschutz, Haftpflicht- oder Vollkasko abzuschließen.

Abrechnungsarten im Vergleich

Die Zahlung mit einer Kreditkarte ist nach Bargeld wahrscheinlich die einfachste Zahlungsmethode im Ausland. Es gibt allerdings Unterschiede bei der Nutzung zwischen den einzelnen Karten, die man im Vorhinein betrachten sollte.

Charge Cards

Diese Form von Kreditkarten eignet sich besonders gut für Reisen, da der Jahreszins sehr niedrig ist. Die Abrechnung der Umsätze erfolgt monatlich an einem festen Tag über das verknüpfte Girokonto. Jeder Reisende kann den Verfügungsrahmen auf seine individuellen Bedürfnisse anpassen.

Revolving Cards

Revolving Cards unterscheiden sich hauptsächlich durch die Abrechnungsart zu anderen Kartenmodellen. Der belastete Betrag wird in Raten abgebucht oder man kann die Rechnung selbst per Überweisung begleichen. Was anfangs kostenlos ist, kann auf Dauer aber den Jahreszins auf rund 20 % anheben. Die Vorteile liegen hier klar bei inkludierten Versicherungen und dem flexiblen Zahlungszeitpunkt.

Prepaid Reisekreditkarte

Im Grunde sind Debitkarten keine “echten Kreditkarten”, denn man muss vorher Guthaben auf das Kreditkartenkonto aufladen. Dadurch hat man einen guten Überblick über die Transaktionen und keinen festen Jahreszins. Allerdings werden sie manchmal nicht für Kautionen akzeptiert und es fallen zusätzliche Gebühren bei Bargeldabhebungen an.

Fazit

Die passende Kreditkarte für den Urlaub ist inzwischen gar keine Option mehr, sondern ein richtiges Muss. Es empfiehlt sich, mehr als eine Karte dabei zu haben, falls die eigene Mal nicht akzeptiert wird. Man sollte vorher genau überlegen, wie die Karte genutzt wird, sodass keine überflüssigen Gebühren anfallen.

Bildnachweis: Mediteraneo / stock.adobe.com

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