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Das sollten Sie über Indien und die Kultur wissen

Das sollten Sie über Indien und die Kultur wissen
geschrieben von Danila Eiselt

Indien, ein Land mit tausend Facetten, anderer Kultur, anderen Menschen, anderem Klima. Wenn Sie eine Reise planen, sollten Sie sich gut vorbereiten und ausreichend informieren. Wir geben Ihnen hier schon einmal wichtige Tipps und Regeln.

Der Verkehr ist langsam und chaotisch

Wer in Indien selbst fahren möchte, riskiert sein Leben und das der Anderen. Es gibt so gut wie keine Mietwagenfirma, die Autos an Ausländer vermietet, und das zu Recht. Die Straßen haben zwar zwei Seiten, es wird auch links gefahren, doch eine Spur kann recht schnell zu fünf Spuren ausgeweitet werden.

Neben heiligen Kühen, Kindern, Menschen, langsamen und voll gepackten Fahrrädern, und den „Teufeln der Straße“, den LKWs muss man auch noch auf Motorräder aufpassen, die sich überall durchschlängeln. Zum Glück werden immer mehr Highways ausgebaut, die auch Ampeln besitzen, doch Regeln werden hier selten von Allen eingehalten. Also Vorsicht und seien Sie vorbereitet auf das Abenteuer Straße, was ein fester Bestandteil der Kultur Indiens ist, auch wenn Sie nur Mitfahrer sind.

Das Essen ist scharf und Leitungswasser sollten Sie vermeiden

Wer in Indien „scharf“ bestellt, der bekommt auch scharf. Und dieses scharfe Essen in Indien ist für uns Normaleuropäer fast nicht essbar bzw. genießbar. Selbst wenn Sie „nicht scharf“ bestellen, ist es immer noch gut gewürzt und für unsere Verhältnisse scharf. In manchen Restaurants, die oft Ausländer beköstigen oder in den Hotels, hat man sich jedoch schon auf uns eingestellt.

Gerade am Anfang der Reise sollte man auch vorsichtig an das indische Essen herangehen, denn unser Magen muss sich auch erst einmal an die vielen Gewürze gewöhnen. Gerade bei Leitungswasser sollten Sie aufpassen. Trinken Sie besser Wasser aus Flaschen uns achten Sie darauf, dass der Verschluss auch richtig zugedreht ist. Gegen Durchfall sollte man immer etwas in der Reiseapotheke haben.

Die Menschen sind neugierig

Wir sind noch immer sehr interessant für die örtliche Bevölkerung, denn wir haben eine weiße Hautfarbe und helle Haare und helle Augen. Jeder interessiert sich für das Herkunftsland, das Alter und den Namen und fragt, ob und wie oft Sie schon in Indien waren. Es ist meistens lieb gemeint und aus Neugier gefragt, jedoch sollte man gerade an Sehenswürdigkeiten vorsichtig sein und auf seine Sachen aufpassen.

Es ist besser, keine Mitbringsel oder Geld an Bettler zu geben, da es passieren kann, dass sofort 50 andere Kinder oder Erwachsene mit offenen Händen um Sie gescharrt sind. Besser ist es, im Vorherein eine Spende an eine Organisation zu geben, die dann wirklich dafür sorgt, dass das Geld gut angelegt wird.

Religion spielt eine große Rolle

In kaum einem anderen Land der Erde wird die Religion so intensiv gelebt und ist ein so fester Bestandteil der Kultur, wie in Indien. Es gibt eine sehr große religiöse Vielfalt und Sie werden auf Ihrer Reise vielen Gläubigen begegnen, seien es Nackte, Askesen, Pilger oder die vielen Menschen in Tempeln, Moscheen, Straßenumzügen oder auf religiösen Festen. Hier können Sie wirklich erfahren, was tiefe Religiösität bedeutet.

Zu den größten Religionsgemeinschaften gehören der Buddhismus, Jainismus, Christentum, Hinduismus, Islam und der Sikhismus.

Das Klima ist heiß und tropisch

Indien ist ein sehr großes Land und es gibt verschiedene Regionen mit unterschiedlichem Klima. Das Wetter ist jedoch tropisch und von drei typischen Jahreszeiten bestimmt: heiß, feucht und kühl.

Informieren Sie sich genau über das Wetter, denn wenn man im Juli in Delhi verbringen möchte, muss man damit rechnen, dass man den ganzen Tag still vor einem Ventilator sitzt, denn dann ist es so heiß, dass selbst aus dem Kaltwasserhahn, warmes Wasser kommt.

In den Autos und Hotels gibt es natürlich immer Klimaanlagen, die die Hitze erträglich machen. Ebenso ist die Monsunzeit nicht so günstig, wenn heftige Schauer und Überschwemmungen an der Tagesordnung stehen.

„Ja“ heißt nicht gleich „Ja“

Wenn Sie jemanden um Hilfe bitten, dann wird Ihnen ein Inder niemals das Wort NEIN entgegnen. Grundsätzlich wird immer erst einmal „Ja“, gesagt, egal ob das Hotel nach dem Sie fragen, bekannt ist oder nicht. Der Fahrer wird dann lieber zehnmal anhalten und nach dem Weg fragen, als Ihnen einzugestehen, dass er den Weg nicht kennt. Die ist eine Eigenheit indischer Kultur.

Die linke Hand gilt als unrein

Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit Ihrer linken Hand essen oder etwas weiterreichen oder sogar jemanden begrüßen. Denn die linke Hand gilt als unrein. Beim Essen sollte man daher die linke Hand besser unter dem Tisch lassen. Das gilt jedoch nicht, wenn mit Besteck gegessen wird.

„Namaste“ heißt „Guten Tag“

Zur Begrüßung in Indien sagt man NAMASTE (ausgesprochen Namasteee) und faltet die Hände vor der Brust zusammen und beugt sich nach vorn. Diese freundliche Geste kann man zu jeder Tageszeit anwenden und sie bedeutet sowohl „Guten Morgen“ als auch „Gute Nacht“.

Öffentliche Gebäude dürfen nicht fotografiert werden

In Indien gilt striktes Fotografieverbot von öffentlichen Gebäuden wie Flughäfen und Militärstationen. Ebenso ist das Fotografieren von den Heiligen Räumen der Tempel oder der Leichenverbrennung absolutes Tabu. In den Sehenswürdigkeiten ist Fotografieren und Filmen meist gegen eine Gebühr erlaubt. Die Menschen werden gern fotografiert, es ist jedoch höflich und besser, vorher um Einverständnis zu fragen.

Schuhe müssen in Tempeln und Privathäusern ausgezogen werden

Bevor ein Tempel oder eine Moschee betreten wird, sollten die Schuhe ausgezogen werden. Es wäre ein Frevel, wenn der Schmutz der Straße in das Innere des Gebäudes getragen wird. Empfehlenswert ist es, immer ein paar Socken dabei zu haben, da die Sonnenstrahlen den Boden oft sehr heiss werden lassen und wir dann kaum darauf laufen können.

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Bildnachweis: wong yu liang / stock.adobe.com

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