Reiserecht

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Die einen wollen einen actionreichen Urlaub, andere erholungsbedürftige Beschäftigte wollen während der Ferien dagegen einfach nur ihre Ruhe. Was liegt da näher, als eine Kreuzfahrt auf hoher See zu machen und dem lauten Festland zu entfliehen? Wer allerdings glaubt, auf dem riesigen Schiff lediglich das entspannende Meeresrauschen zu hören, irrt gewaltig.

Viele gestresste Arbeitnehmer erhoffen sich von ihrem Urlaub endlich Ruhe, Frieden und Erholung. Doch nicht selten werden die hohen Erwartungen am Urlaubsort schwer enttäuscht und der Reisende kann z. B. wegen Discolärms nicht schlafen oder sein Abendessen bzw. den Poolbesuch wegen lauter Kinder nicht genießen.

Eine Kreuzfahrt wird bei Urlaubern immer beliebter. Doch nicht immer ist eine Seefahrt wirklich lustig. So mancher Reisender kann vielmehr von Alptraumfahrten berichten, die von einem schweizerischen Unterhaltungsprogramm auf einer Karibikkreuzfahrt bis hin zu einer Schifffahrt „on Ice“ wegen einer nicht regulierbaren Klimaanlage handeln.

Wer im Rahmen seines Urlaubs die Teilnahme an einer besonderen Reiseveranstaltung gebucht hat, ist verständlicherweise verärgert, wenn er hiervon vor Ort ausgeschlossen wird. Schließlich hat man sich auf die Veranstaltung gefreut und in der Regel viel Geld dafür bezahlt. Der Ausschluss stellt jedoch nicht automatisch einen Reisemangel dar, der zur Reisepreisminderung berechtigt.

Reiseveranstalter dürfen von Reisenden vor Beendigung der Reise keine Zahlungen annehmen, sofern sie ihren Kunden keinen Sicherungsschein ausgehändigt haben. Dieser weist nach, dass der Veranstalter über die gesetzlich vorgeschriebene Reiseausfallversicherung verfügt. Sie schützt Reisende bei plötzlicher Pleite des Reiseunternehmens.

Hat der Urlauber einen Flug gebucht, erwartet er natürlich auch, dass sein Gepäck mit ihm im Flugzeug befördert wird. Verweigert die Fluggesellschaft aber die Mitnahme eines Koffers und weigert sich der Reisende daraufhin, das Flugzeug zu besteigen, kann er später keine Ausgleichsansprüche wegen Beförderungsverweigerung nach den Art. 4 III, 7 I 1a Fluggastrechteverordnung verlangen.

Kann man trotz reservierten Fluges wegen einer Naturkatastrophe das Urlaubsland nicht mehr verlassen, weil der Flugverkehr eingestellt wurde, ist guter Rat teuer. Wie sieht die Rechtslage in einem solchen Fall aus?