Mobbing im Internet: So verhalten Sie sich richtig!

Mobbing im Internet: So verhalten Sie sich richtig!

Immer wieder sind Kinder – und in zunehmendem Maße auch Erwachsene – vom Cybermobbing betroffen. Einer der großen Vorteile des Internets ist es, dass eine Information eine Vielzahl von Personen erreichen kann, sei es per E-Mail oder über Social Media. Doch dieser Vorteil hat auch seine Schattenseiten. Persönlichkeitsverletzungen erreichen im Netz ein großes Publikum.

Hinzu kommt, dass man im Internet anonym kommunizieren kann. Das senkt die Hemmschwelle beim Cybermobbing. Allerdings können Beleidigungen Folgen für die Betroffenen im "wirklichen Leben" haben.

Bezüglich der Täter kommt eine Strafbarkeit wegen Beleidigung, Verleumdung bis hin zu Stalking in Betracht. Wer jemanden online in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt, muss mit einem Strafverfahren rechnen. Nicht immer schützt die Anonymität also vor Strafe.

Folgen von Mobbing

Opfer von Cybermobbing können mit körperlichen und seelischen
Beschwerden auf die Mobbingattacken reagieren. Die Palette reicht von
Hilflosigkeits- und Angstgefühlen über Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen
bis hin zur Depression. Dabei kann man Cybermobbing oftmals bereits im Vorfeld vorbeugen, indem
man Vorsicht bei der Preisgabe seiner Daten im Internet walten lässt.

Zum Beispiel sollte man sich gut überlegen, ob man seine persönlichen
Kontaktdaten ins Internet stellt, wie etwa Name, Adresse,
E-Mail-Adresse, Telefonnummer etc. Wer in sozialen Netzwerken
kommuniziert, sollte sich genau über den Datenschutz informieren und seinen
Account nur Personen zugänglich machen, die man gut kennt.

Was können Sie gegen Cybermobbing tun?

Wer Opfer einer Cybermobbing-Attacke wird, sollte überlegt reagieren.
Verbal online zurückzuschlagen, verschlimmert die Situation. Als Erstes
ist die Beweissicherung wichtig – also alle betreffenden Webseiten
ausdrucken oder per Screenshot sichern. Zudem sollten die Betreiber der
Plattformen informiert werden, damit sie das Mobbing unterbinden können.

Schließlich sollte man rechtlichen Rat einholen. Denn beim Cybermobbing
steht nicht nur eine Strafbarkeit des Täters im Raum. Opfer haben auch
zivilrechtliche Ansprüche. Sie können Schadensersatz und bei besonders
schlimmen Mobbing-Attacken sogar Schmerzensgeld beanspruchen.

Veröffentlicht am 30. Mai 2012