Arbeitsrecht

Sonderurlaub bei Todesfall in der Familie

Sonderurlaub bei Todesfall in der Familie
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geschrieben von Burkhard Strack

Anspruch auf Sonderurlaub besteht bei einem Todesfall in der Familie aus § 616 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), denn die Arbeitsleistung ist dem Arbeitnehmer unverschuldet aus einem in seiner Person liegenden Grund unmöglich oder unzumutbar.

Bei einem Todesfall in der Familie handelt es sich um einen sogenannten Verhinderungsgrund. Damit bekommt der Mitarbeiter bei einem Todesfall Sonderurlaub, und zwar mit Entgeltfortzahlung (§ 616 Bürgerliches Gesetzbuch).

Sonderurlaub bei Todesfall: Dauer ist einzelfallabhängig

Wie lange der Sonderurlaub bei einem Todesfall in der Familie dauert, ist gesetzlich nicht geregelt. Nach § 616 BGB besteht der Anspruch auf Freistellung für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit. Die genaue Dauer des Sonderurlaubs ist einzelfallabhängig.

Unverbindliche Richtwerte für die Dauer des Sonderurlaubs pro Jahr

Beschäftigungsdauer im Betrieb Abwesenheitsdauer minimal Abwesenheit maximal
bis 6 Monate 1 Tag 3 Tage
bis 12 Monate 2 Tage 1 Woche
mehr als 12 Monate 3 Tage 2 Wochen

Bei Todesfall und Beerdigung eines nahen Verwandten (Ehegatten, Kinder) ist mehr als ein Tag Sonderurlaub üblich und angemessen.

Bildnachweis: mapoli-photo / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing.