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Zwillingseltern: Sind meine Kinder ein- oder zweieiig?

Lesezeit: 2 Minuten Im ersten Moment ist es eine Überraschung und die Freude ist meist groß – Zwillinge kommen. Dann stellen sich die werdenden Eltern viele Fragen: Welches Geschlecht haben die Babys? Wie ähnlich werden sich die beiden sehen? Sind die Kinder ein- oder zweieiig?

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Zwillingseltern: Sind meine Kinder ein- oder zweieiig?

Zwillingseltern: Sind meine Kinder ein- oder zweieiig?

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Diese Frage lässt sich innerhalb eines Zeitfensters im ersten Drittel der Schwangerschaft und nach der Geburt am sichersten per DNA-Test beantworten.

Solche Geschwistertests führen kompetente Institute durch, die werdende Eltern im Internet finden können. Sie bieten nicht nur genaue Tests durch, sondern stellen ihren Kunden auch weiterführende Informationen bereit.

Eine oder zwei Eizellen – wie wachsen Zwillinge?

Eineiige Zwillinge entstehen, wenn sich eine Eizelle nach ihrer Befruchtung teilt. Daraus bilden sich zwei Zellhälften mit identischem Erbgut. Die Zwillinge sehen sich später zum Verwechseln ähnlich. Nur selten haben sie verschiedene Geschlechter und unterscheiden sich nicht in Augenfarbe, Körpergröße, Blutgruppe oder Rhesusfaktor. Zweieiige Zwillinge entstehen aus zwei separaten gleichzeitig oder nacheinander befruchteten Eizellen.

Jeder Zwilling hat seine eigene Fruchtblase und eine eigene Plazenta. Da zwischen der Befruchtung der beiden Eizellen mehrere Stunden oder Tage liegen können, ist es möglich, dass die Zwillinge verschiedene Väter haben, d.h. Halbgeschwister sind. Zweieiige Kinder können gleichen oder unterschiedlichen Geschlechts sein und sich mehr oder weniger ähnlich sehen. Rund zwei Drittel aller Zwillinge sind zweieiig.

Allerdings muss das Vorhandensein von nur einer Plazenta nicht zwangsläufig bedeuten, dass es sich um eineiige Kinder handelt, denn die Mutterkuchen können zusammenwachsen. Genauso können bei eineiigen Zwillingen zwei Mutterkuchen sichtbar sein. Bei der Feststellung der Eiigkeit von Embryos dürfen sich Fachleute also nicht auf einen Faktor beschränken.

Nach der Geburt mehrere Möglichkeiten zur Feststellung

Möchten werdende Eltern wissen, ob ihre Kinder ein- oder zweieiig sind, kann dies ein Gynäkologe bereits zwischen der achten und der zwölften Schwangerschaftswoche feststellen. In diesem Zeitraum ist erkennbar, ob die Babys in getrennten Embryonalhüllen wachsen.

Ist die 16. Schwangerschaftswoche erreicht, ist es in den meisten Fällen nicht mehr möglich, die Eiigkeit der Geschwister zu beurteilen, da die Embryonalhülle zu nah an der Gebärmutterwand sitzt und nicht mehr erkennbar ist. Der nächste Zeitpunkt, zu dem eine Unterscheidung vorgenommen werden kann, ist nach der Geburt. Dann kann der Gynäkologe die Eihäute untersuchen. Eine Unterscheidung ist zudem nach Blutuntergruppen möglich.

Die größte Sicherheit bieten jedoch DNA-Tests, die mittels Speichelprobe durchgeführt werden. Sie sind nahezu hundertprozentig genau. Für diese Zwillingstests, wie für jeden anderen DNA-Test,  ist es wichtig, dass die Probenahme bei einer neutralen und unabhängigen Stelle, zum Beispiel bei einem Arzt, vorgenommen wird.

Bildnachweis: Oksana Kuzmina  / stock.adobe.com

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