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Zeckenstich: Welche Symptome weisen auf eine Infektion hin?

Selten bemerkt man sofort, dass eine Zecke zugestochen und dabei möglicherweise einen Erreger ins Blut übertragen hat. Es sind zwar nur etwa ein Fünftel aller Zecken infiziert, dennoch muss man immer damit rechnen, dass eine Erkrankung daraus folgt. Welche Symptome und Infektionen können auftreten?

Zeckenstich: Welche Symptome weisen auf eine Infektion hin?

Zeckenstich: Welche Symptome weisen auf eine Infektion hin?

Wer sich in einem Gebiet aufhält, in dem besonders viele Zecken infiziert sind, sollte sich nach einem Aufenthalt in der Natur von Kopf bis Fuß nach Zecken oder verdächtigen Stichen absuchen. Falls eine Zecke infiziert ist, gehen die Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sofort nach dem Stich ins menschliche Blut über. Entdecken Sie einen Stich, den Sie nicht zuordnen können, notieren Sie sich das Datum, wann sie ihn wo entdeckt haben.

Sollte sich in den folgenden Tagen eine Rötung darum bilden, gehen Sie sofort zum Arzt, da diese auf eine Ansteckung mit einer Lyme-Borreliose deuten könnte! Auch Beschwerden, die Sie sich nicht erklären können, sollten Sie unbedingt untersuchen lassen.

Symptome der Frühsommer-Meningoenzephalitis

Die FSME verläuft bei manchen Menschen so mild, dass sie kaum bemerkt wird. Andere bekommen jedoch heftige Symptome, die sogar lebensbedrohlich werden können. Ältere Menschen scheinen stärker auf das Virus zu reagieren als jüngere. Meist beginnt die erste Phase der Erkrankung mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Verläuft die FSME mild, kommt es anschließend zu einer leichten Hirnhautentzündung mit verstärkten Symptomen der ersten Phase. Zusätzlich haben viele Betroffene einen steifen Nacken.

Wenn Sie die schwere Form der FSME erwischen, entzünden sich Gehirn und Rückenmark, was zu Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen sowie psychischen Veränderungen oder vereinzelten Lähmungen am Körper führen kann. Etwa die Hälfte aller schwer Erkrankten leiden an Spätfolgen wie zum Beispiel  Lähmungen der Extremitäten, der Atem- und Halsmuskulatur, Atemschwäche, Gleichgewichtsstörungen, Schluck- und Sprechstörungen.

Symptome nach dem Zeckenstich bei Lyme-Borreliose

Eine weitere Krankheit, die durch eine Zecke übertragen wird, ist die sogenannte Lyme-Borrelliose. Die Infektion zeigt sich durch eine gerötete Haut rund um den Stich. Im Laufe der nächsten Tage wird sie von der Mitte ausgehend blasser. Die Hautrötung sollte Sie dazu veranlassen, sofort zum Arzt zu gehen und sich ein Antibiotikum verschreiben zu lassen. Wird die Borreliose nicht sofort bekämpft, kann das Bakterium Herz, Nerven, Muskeln, Gelenke und Haut dauerhaft schädigen.

Neben der Rötung kann sich eine Erkrankung durch Symptome zeigen, wie sie auch bei anderen Krankheiten vorkommen, zum Beispiel Müdigkeit, Schlappheit, Kopfschmerzen und Fieber. Schreitet die Infektion fort, zeigen sich auch bei der Borreliose eine Hirnhautentzündung, Herzbeschwerden, heftige Schmerzen und Lähmungen im Gesicht, die auch die Augen beeinträchtigen können. Wird die Erkrankung chronisch, kommen Gelenkschmerzen dazu und die Haut bekommt ein pergamentartiges Aussehen.

So beugen Sie einer Erkrankung nach dem Zeckenstich vor

Im Gegensatz zur FSME kann man sich gegen Borreliose nicht impfen lassen. Zudem können Sie immer wieder daran erkranken, da man nicht immun wird. Vorbeugen können Sie nur, indem Sie die Zecke möglichst schnell entfernen, denn die Bakterien gehen erst einige Stunden nach dem Stich ins Blut über. Generell gilt, dass Sie bei unklaren Symptomen nach einem Zeckenstich so schnell wie möglich zum Arzt gehen sollten.

Lesen Sie mehr zu Symptomen von Zeckenstichen und wie man sie behandeln kann.

Bildnachweis: klickit24 / stock.adobe.com

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