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Zeckenbiss – Wie kann man sich vor FSME schützen?

Lesezeit: 2 Minuten Durch einen Zeckenbiss kann die Frühsommer-Meningoenzephalitis, auch FSME genannt, übertragen werden. Wie kann man sich am besten vor der gefährlichen Infektionskrankheit schützen? Für wen ist eine FSME-Impfung sinnvoll, wie wird sie durchgeführt? Welche Nebenwirkungen hat die Impfung?

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Zeckenbiss – Wie kann man sich vor FSME schützen?

Zeckenbiss – Wie kann man sich vor FSME schützen?

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Zecken sind kleine Blutsauger

Um überleben zu können, benötigen Zecken regelmäßige Blutmahlzeiten. Diese nehmen sie sich von warmblütigen Säugetieren. Dazu gehören auch Menschen, Hunde, Katzen, Rehe und Mäuse. Die Zecken haben einen kleinen Saugrüssel, über den sie Blut von ihrem „Wirt“ absaugen und dabei über den Speichel Bakterien und Viren abgeben. Durch diesen Vorgang können schwerwiegende Infektionskrankheiten übertragen werden. Dazu gehört auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis.

In welchen Gebieten kommt ein Zeckenbiss besonders häufig vor?

Zu den Risikogebieten zählen vor allem ganz Bayern und Baden-Württemberg. Etwa 5 % der Zecken sind mit dem FSME-Virus infiziert. Beißt eine infizierte Zecke einen Menschen oder ein Tier, wird die Frühsommer-Meningoenzephalitis direkt über den Zeckenbiss übertragen. Jeder, der sich viel in Waldgebieten, auf Wiesen, auf Trainingsplätzen oder in Parkanlagen aufhält, ist besonders gefährdet, von Zecken gebissen zu werden.

FSME ist eine Virusinfektion

FSME Viren können Erkrankungen des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks verursachen. In manchen Fällen nehmen die Erkrankungen einen schweren Verlauf. Eine ursächliche Behandlung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis gibt es nicht. Vor FSME schützen kann man sich nur durch eine FSME-Impfung.

Einen sicheren Schutz vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis bietet nur die FSME-Impfung

Die Wirkung der FSME-Impfung besteht darin, FSME-Antikörper in ausreichender Menge aufzubauen. Die Antikörper schützen die geimpfte Person vor dem FSME-Virus. Der Impfstoff besteht aus FSME-Viren, die sich nicht mehr vermehren können.

Die Impfung gegen FSME ist unterteilt in drei Teilimpfungen. Bereits nach der zweiten Teilimpfung besteht ein 90%iger Schutz vor dem FSME-Virus. Nach der dritten Impfung hat die geimpfte Person einen Schutz in Höhe von 97 Prozent.

Wie sieht das FSME-Impfschema aus?

Für Kinder vom vollendeten 1. bis zum vollendeten 16. Lebensjahr steht ein besonderer Impfstoff zur Verfügung. Ab dem vollendeten 16. Lebensjahr erhalten die Jugendlichen den Impfstoff für Erwachsene. Für Kinder und Erwachsene sollten die gleichen Impfabstände eingehalten werden.

Die erste Impfung kann zu einem beliebigen Zeitpunkt erfolgen. Sinnvoll ist allerdings der Impfbeginn in den Wintermonaten, damit in den Sommermonaten schon ein gewisser Impfschutz vor FSME besteht.

Die zweite Impfdosis sollte etwa 21 Tage bis 3 Monate nach der Erstimpfung verabreicht werden.

Die dritte Impfung gegen FSME sollte 5 bis 12 Monate nach der zweiten Impfung durchgeführt werden.

Die erste Auffrischimpfung sollte nicht später als 3 Jahre nach der dritten Impfung erfolgen. Die weiteren Auffrischimpfungen sollten im Abstand von etwa 3 bis 5 Jahren durchgeführt werden.

Durch das Schnellimpfschema kann einen schneller Impfschutz aufgebaut werden

Wenn die Zeckensaison bereits begonnen hat und ein schneller Impfschutz dringend notwendig ist, kann eine Schnellimmunisierung durchgeführt werden. Sie besteht ebenfalls aus drei Teilimpfungen, die an folgenden Tagen durchgeführt werden sollten:

1. Teilimpfung am Tag 0
2. Teilimpfung am Tag 7
3. Teilimpfung am Tag 21

Welche Nebenwirkungen kann eine FSME-Impfung haben?

·        Schmerzen, Rötung und Spannungsgefühl an der Impfstelle

·        Kopfschmerzen

·        Übelkeit

·        Erbrechen

·        Müdigkeit

·        Fieber

·        grippeähnliche Symptome

·        Unruhe und Schlafstörungen

Die FSME-Impfung schützt nicht vor einer Borrelieninfektion!

Bildnachweis: mirkograul / stock.adobe.com

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