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Zahnzusatzversicherung wechseln: darauf sollten Sie achten

Lesezeit: 3 Minuten Wer seine Zusatzversicherung für die Zahnbehandlung wechseln möchte, stößt oft auf Hindernisse! Welche sind das und wie sind sie zu umgehen?

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Zahnzusatzversicherung wechseln: darauf sollten Sie achten

Zahnzusatzversicherung wechseln: darauf sollten Sie achten

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Die Fallstricke beim Tarifwechseln

Die Einschränkungen im deutschen Gesundheitswesen während der letzten Jahrzehnte haben besonders auf dem Feld der Zahngesundheit enorme Lücken geschlagen. Krankenkassen zahlen heute nur bis zu 50 % der Grundversorgung. Und wer ein komplettes Bonusheft vorweisen kann, dem werden auch nur 65 % erstattet. Wem eine Krone, eine Brücke oder ein teures Implantat eingesetzt werden muss, der greift tief in die Tasche. Deshalb sehen sich viele Zeitgenossen dazu veranlasst, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen.

Dazu lohnt sich sicherlich ein Vergleich der Tarife und man kann sich unter https://www.zahnzusatzversicherungen-vergleich.com/ relativ einfach darüber informieren, welcher Anbieter der günstigste ist. In vielen Fällen entsteht beim Versicherten mit der Zeit Unzufriedenheit über den jetzigen Tarif und er/sie denkt an einen Wechsel des Anbieters.

Zahnzusatzversicherung kündigen

Technisch gesehen ist die Kündigung eines Tarifs kein Problem, sofern keine Fristen oder starre Laufzeiten vereinbart sind. Die Angebote sind vergleichbar und wer einen Tarif findet, der in puncto Beitragszahlung und Leistungsangebot gegenüber dem alten Tarif Vorteile aufweist, kann dies tun.

Nun beinhalten die alten Verträge aber einige Klauseln, welche die Bindung an den aktuellen Tarif erhöhen. Zu nennen ist die Karenzzeit. Diese sieht vor, dass die ersten 6–8 Monate nach Abschluss keine Leistungen erstattet werden. Zudem ist in den ersten Jahren nicht damit zu rechnen, die volle Leistung zu erhalten. Die Versicherer schützen sich hiermit vor Missbrauch. Bei einem Neuabschluss müssen diese Restriktionen unter Umständen wieder auf sich genommen werden. Manche besitzen eine Zahnzusatzversicherung mit Altersrückstellung. Dabei zahlt der Versicherte in den ersten Jahren einen etwas höheren Beitrag, um im Alter dann von niedrigeren Kosten zu profitieren. Dieses Modell dient der Kundenbindung, denn bei einem Wechsel würden diese Rückstellungen ersatzlos verfallen.

Gründe für einen Wechsel

Trotz dieser Vorgaben kann ein Wechsel interessant sein. In den letzten Jahren drängten immer mehr Anbieter auf den Markt. Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich auf jeden Fall, wenn sie die persönlichen Gegebenheiten entsprechend berücksichtigt und so verfeinern eingesessene Versicherer ihr Angebot. Sonderangebote tauchen auf und es gibt inzwischen die Zusatzversicherung ohne Wartezeit. Viele Tarife haben ihr Angebot ausgeweitet und offerieren 100%ige Erstattung bei hochwertigem Zahnersatz. Gleiches gilt für die professionelle Zahnreinigung oder für die herkömmliche Zahnbehandlung. Vor einigen Jahren noch waren die Komplettleistungen entweder nicht abgedeckt oder nur unter höchsten Beitragssätzen zu erhalten.

Oft leisten alte Tarife nur eine Erstattung bis zur Regelversorgung des Niveaus der Krankenkasse. Oder es werden während Vertragslaufzeit andere Leistungsbereiche notwendig, an die bei Abschluss nicht gedacht wurde. Probleme bei der Einreichung und Erstattung allgemein führen zur Unzufriedenheit. Zudem kann es sein, dass die regelmäßigen Beitragserhöhungen die jetzige Zusatzversicherung einfach überteuert scheinen lassen.

Abschluss der neuen Zahnzusatzversicherung

Der neue Tarifgeber ist natürlich am Neukunden interessiert. Oftmals erreicht der Verbraucher dadurch eine Verhandlungsposition, welche sich beim Neuabschluss positiv auswirkt. Zwar ist damit nicht unbedingt eine auf den ersten Blick geldwerte Vorteilnahme möglich. Aber insbesondere bei den Wartezeiten kann beim Neuabschluss seitens des Versicherers Kulanz gezeigt werden. Ansonsten empfehlen die Experten der Krankenkassenzentrale, besonders darauf zu achten, dass der Anbieter auf sein Kündigungsrecht verzichtet, damit dieser sich nicht einseitig vom Vertrag lösen kann. Zudem sollte Wert darauf gelegt werden, dass privatärztliche Behandlungen abgedeckt sind. Besonders bei aufwendigem Zahnersatz ist das von Vorteil. Bei Aufstockung nur auf Niveau der Regelversorgung wird meist ein hoher Eigenanteil verlangt.

Letztendlich sind bei einem Neuabschluss erneut alle erwünschten Leistungen zu prüfen. Oft fallen bestimmte Angebote heute aus dem Kassenbudget. Auch hierbei sollte darauf geachtet werden, dass besonders die teuren Behandlungen wie Implantate, Keramikverblendungen und Inlays abgedeckt sind. Viele Tarife sehen Beitragserhöhungen ab dem Erreichen gewisser Altersgrenzen vor. Diese sind vor Abschluss gezielt nachzufragen. Einen guten Gesamtüberblick über die wirtschaftliche Situation des Versicherers kann sich verschafft werden, wenn man beim Beratungsgespräch nach dem Rating der Solidität fragt. Denn eine ausgezeichnete Finanzstärke des Unternehmens ist ein wirkungsvoller Schutz vor steigenden Beiträgen.

Bildnachweis: Drobot Dean / stock.adobe.com

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