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Wohnen im Alter: Kriterien für ein altersgerechtes Zuhause

Lesezeit: 2 Minuten Wohnen im Alter: Sowohl die Wohnung selbst, als auch die Wohnumgebung sollte für ältere Menschen bestimmte Kriterien erfüllen, damit sie auch dann noch darin weiterleben können, wenn ihre Mobilität ab- und ihre Hilfebedürftigkeit zunehmen.

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Wohnen im Alter: Kriterien für ein altersgerechtes Zuhause

Wohnen im Alter: Kriterien für ein altersgerechtes Zuhause

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Was viele nicht wissen: Oft ist es möglich, eine Wohnung durch kleine Baumaßnahmen altersgerecht zu verändern und den Umzug in eine andere Wohnung oder ins Heim zu vermeiden. Wichtige Informationen zum Thema liefern auch Wohnberatungsstellen.

Wohnen im Alter: Die eigene Wohnung altersgerecht gestalten

Eine altersgerechte Wohnung ist im Idealfall barrierefrei zu erreichen. Dies bedeutet, dass die Wohnung ohne Stufen bzw. Treppen zu erreichen ist und die Wohneinheit selbst auf eine Ebene beschränkt ist. Falls die Wohnung in einer höheren Etage ist, sollte diese über einen Aufzug zu erreichen sein.

Eine altersgerechte Wohnung sollte weder zu groß noch zu klein sein. Sie sollte einer Person einen abgetrennten Wohn- und Schlafbereich, eine geräumige Küche und ein ausreichend großes Bad mit angepasster Sanitäreinrichtungen bieten.

Zur Wärmeregulierung sollte sie einfach und bequem zu beheizen sein. Am besten über eine Zentralheizung mit Temperaturreglern in Greifhöhe. Kohle- oder Ölöfen sind für ältere Menschen unzumutbar und können auch gefährlich sein.

Die Wohnung sollte möglichst hell und gut zu belüften sein. Daneben sollte sie einen stufenlos zugänglichen Balkon, eine Terrasse oder einen kleinen Garten haben. Ein Bewohner sollte, auch wenn die Beweglichkeit nachlässt, problemlos an der frischen Luft sitzen können.

Wohnen im Alter: Wie soll die Wohnung aussehen?

Der Wohnungsschnitt sollte möglichst großzügig geschnitten sein. Die Räume sollten nicht zu eng und verwinkelt sein, damit Flur, Bad und Küche ausreichend Raum bieten, um sich gegebenenfalls auch mit Gehhilfen oder einem Rollstuhl sicher bewegen zu können. Eine altersgerechte Wohnung sollte ohne Stufen und Schwellen gebaut sein: Türschwellen, Treppenabsätze, Podeste oder Balkonschwellen sollten abgebaut oder über eine festinstallierte Rampe überwunden werden können.

Die Türen sollten mindestens 80 Zentimeter breit sein, damit bei Bedarf ein Rollstuhl hindurch passt. Die Fenster sollten auch in Sitzhöhe einen Ausblick nach draußen ermöglichen und sich leicht in Sitzposition öffnen und schließen lassen. Lichtschalter und Türgriffe sollten sich ebenfalls bequem auch von einem Rollstuhl erreichen lassen.

Wohnen im Alter: Wohnlage und Wohnumfeld

Eine altersgerechte Wohnanlage lässt sich von den Bewohnern mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen. Dies bedeutet, dass eine Bus- oder Bahnhaltestelle ist in der Nähe sein sollte.

Am Günstigsten ist es, wenn die täglichen Einkäufe zu Fuß erledigt werden können. Im Wohnviertel sollten ambulante Betreuungs- und Pflegedienste vorhanden sein. Die Praxis eines Allgemeinarztes sollte ebenfalls möglichst in der Nähe und zu Fuß zu erreichen sein.

Für die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte sollten Möglichkeiten der Unterhaltung gegeben und/oder soziale und kulturelle Treffpunkte in der Nachbarschaft vorhanden sein. Die Bewohner sollten außerdem die Möglichkeit haben, in einem nahegelegenen Park oder einer Grünanlage spazieren zu gehen.

Bildnachweis: Rido / stock.adobe.com

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