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Wohnen im Alter: Im Ernstfall ist es meist zu spät

Lesezeit: 2 Minuten Über das eigene Wohnen im Alter sollte frühzeitig nachgedacht werden, damit auch für den Pflegefall vorgesorgt ist. Mit zunehmendem Alter gewinnt das Zuhause an Bedeutung. Besonders wenn die Beweglichkeit nachlässt, entwickelt sich die Wohnung allmählich zum Lebensmittelpunkt. Somit bestimmt die Wohnqualität zunehmend die Lebensqualität.

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Wohnen im Alter: Im Ernstfall ist es meist zu spät

Wohnen im Alter: Im Ernstfall ist es meist zu spät

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Darüber nachzudenken, wie und wo man später wohnen möchte, sollte zu den wichtigsten Vorbereitungen auf das Alter gehören. In einem Sprichwort heißt es: „Wie man sich bettet so liegt man!“ Diese Alltags-Weisheit bewahrheitet sich etwas abgewandelt auch in der Bewältigung der dritten Lebensphase: „Welche Wohnsituation man wählt, so lebt man“.

Wohnen im Alter: Was nicht geschehen sollte

Um zur Einsicht zu gelangen, über die eigenen Wohnverhältnisse ernsthaft nachzudenken, kann folgende Geschichte anregen:

„Frau Sorglos (66) lebt glücklich und zufrieden mit ihrem herzensguten Ehemann (65). In ihrer kleinen Wohnung im vierten Stock eines Mietshauses sind sie nicht oft anzutreffen. Beide haben ihr Leben lang gearbeitet. Jetzt haben sie genug zurückgelegt, um sich viele Wünsche zu erfüllen, die früher zurückstehen mussten. Sie reisen viel, besuchen Freunde und Verwandte. Oft sind sie auch bei ihrem Sohn in der weit entfernt liegenden großen Stadt, in die dieser aus beruflichen Gründen ziehen musste.

Frau und Herr Sorglos sind glücklich.

Ein Unfall macht alle Zukunftsplanungen zunichte. Herr Sorglos erliegt seinen schweren Verletzungen. Frau Sorglos überlebt, aber ihre Beine sind gelähmt. In ihrer Trauer ist sie verzweifelt. Der Sohn handelt schnell. Er weiß, dass seine Mutter in ihre Wohnung im vierten Stock des Mietshauses nicht wird zurück kehren können. Noch während sie im Krankenhaus liegt, besorgt er ihr einen Heimplatz in seiner Stadt.

Direkt aus dem Krankenhaus heraus wird Frau Sorglos in das Heim verlegt. Dort fühlt sie sich aber gar nicht wohl. Das ganze Durcheinander, der plötzliche Ortswechsel, die vielen unbekannten Menschen. Ihre Ängste und ihre Trauer sind stärker als ihr Wille zu überleben. Frau Sorglos stirbt, sechs Wochen, nachdem sie in das Heim verlegt wurde.“

Wohnen im Alter: Vorsorge kann Sachzwängen vorbeugen

Diese Geschichte macht tief betroffen. Sicherlich ist sie nicht alltäglich, dennoch stellt sie eine Entscheidungssituation dar, die kaum jemandem fremd ist. Herr und Frau Sorglos machten sich keine Gedanken über das Leben im Alter und als sie die Wirklichkeit mit ihren Schrecken überrannte, gab es für Frau Sorglos kaum noch Handlungsspielraum für eigene Entscheidungen.

Bildnachweis: Konstantin Yuganov / stock.adobe.com

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