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Windows 7 für die Verwendung mit einer SSD richtig einstellen

Lesezeit: 3 Minuten Windows 7 kann im Gegensatz zu seinen Vorgängern Windows XP und Vista eine SSD von einer Festplatte unterscheiden. Daher stoppt Windows 7 bei einer SSD automatisch die Defragmentierung, auch der TRIM-Befehl wird unterstützt. Das reicht jedoch nicht aus. Sie sollten weitere Einstellungen vornehmen, um Ihre SSD vor vorzeitigem Altern zu schützen und die volle Geschwindigkeit zu erhalten.

3 min Lesezeit

Windows 7 für die Verwendung mit einer SSD richtig einstellen

Lesezeit: 3 Minuten

Diese Einstellungen sollten Sie bei Windows 7 für eine SSD deaktivieren

Der Unterschied zwischen einer Festplatte und einer SSD besteht zunächst in der schnelleren Zugriffsgeschwindigkeit auf den Speicher der SSD. Daher sind die von Windows 7 für Festplatten vorgesehene Optimierung SuperFetch und das integrierte Prefetch überflüssig und sollten von Ihnen deaktiviert werden.

Noch wichtiger ist jedoch, dass Sie bei Windows 7 alle überflüssigen Schreibzugriffe auf die SSD unterbinden, denn eine SSD erlaubt zwar "unendliche" Lesezugriffe, jedoch nur wenige tausend Schreibzugriffe. Ein häufiges Defragmentieren, ein "sicheres" Löschen oder Leistungstests mit vielen Schreibzugriffen lassen Ihre SSD daher vorzeitig altern.

Schalten Sie also diese Dienste von Windows 7 ab, da sie viele Schreibzugriffe verursachen:

  • Auslagerungsdatei von Windows, sofern Sie ausreichend Arbeitsspeicher haben (ab 4 GB sinnvoll)
  • Defragmentieren
  • DOS-kompatible Kurznamen nach dem Muster 8.3
  • Indizierung
  • Systemwiederherstellung
  • Windows-Protokollierung

Wichtig ist eine anschließende, regelmäßige Datensicherung, denn ohne Systemwiederherstellung benötigen Sie ein aktuelles Backup, um schnell den vorherigen Stand zurück zu erhalten. Windows 7 hat dazu eine integrierte Datensicherungssoftware. Leistungsfähiger ist ein vollwertiges Sicherungsprogramm wie Acronis True Image.

Haben Sie nicht ausreichend Arbeitsspeicher für das Deaktivieren der Auslagerungsdatei, sollten Sie den Arbeitsspeicher aufrüsten. Das kostet für 8 GB etwa 40 € und ist damit eine eher preiswerte Tuning-Maßnahme, mit der Sie die Lebensdauer Ihrer SSD verlängern und die Geschwindigkeit steigern.

Windows 7 mit einem Tool für die SSD konfigurieren

Die genannten Einstellungen alle von Hand durchzuführen, ist recht aufwändig. Schneller und einfacher geht dies mit dem kostenlosen Tool SSD Fresh von Abelssoft.  Das Tool wird kostenlos zum Download angeboten, zur Freischaltung registrieren Sie sich mit Ihrem Namen und Ihrer E-Mail-Adresse. Das kann freilich auch eine Wegwerfadresse sein, so haben Sie kein Problem mit Spam.

Der Programmautor erhofft sich zudem ein "Trinkgeld" von 10 €, wenn Ihnen das Tool gefällt. Sie werden darauf immer wieder hingewiesen, es ist jedoch eine freiwillige Leistung und keine Pflicht. SSD Fresh hat auch ohne Zahlung den vollen Leistungsumfang.

Windows 7 mit SSD Fresh optimieren

Das Konfigurieren von Windows 7 für eine SSD ist mit SSD Fresh sehr einfach. Sie rufen das Tool dazu auf, wählen "Optimierung" und erhalten dann eine Übersicht der möglichen Einstellungen. Zu jeder Einstellung wird die Wirkungsweise erklärt.

Hinter den Optionen finden Sie entweder ein blaues, rotes oder grünes Symbol. Mit dem grünen Symbol informiert Sie SSD Fresh, dass die Einstellung bereits optimiert ist. Einstellungen mit dem roten Symbol sollten Sie mit einem Klick auf den blauen Link "Optimieren" aktivieren.

Ein blaues Symbol mit einem Fragezeichen zeigt an, dass Sie hier selbst entscheiden sollen. Das Symbol steht etwa bei der Indizierung von Windows 7. Denn deaktivieren Sie die Indizierung, verlangsamt sich die Suche. Dafür wird die Reaktion von Windows insgesamt beschleunigt und die Anzahl der Schreibzugriffe auf Ihre SSD beträchtlich verringert.

Durch eine Tachoanzeige sehen Sie den Stand der Optimierung Ihres Windows. Der Tacho zeigt auf einen Blick und wortwörtlich, ob alles im "grünen Bereich" ist. Je mehr Sie optimieren, umso weiter wandert die Tachonadel aus der gelben Skala in den grünen Komfortbereich für Ihre SSD.

Zusätzlich liefert Ihnen SSD Fresh noch mit der Option "Übersicht" einige Informationen zu Ihrer SSD und etwaigen zusätzlichen Festplatten. Eine Update-Prüfung mit automatischem Update bei Bedarf kann automatisch über "Einstellungen & Support" erfolgen.

Optimieren von Windows 7 bei einer Intel SSD

SSD Fresh funktioniert mit jeder SSD. Haben Sie eine SSD von Intel, sollten Sie die Einstellungen jedoch zusätzlich mit der Intel Solid-State-Laufwerk Toolbox überprüfen. Das erfolgt hier über die Option "Systemtuner" und ist ebenso einfach wie bei SSD Fresh, allerdings ohne grafische Optimierungsanzeige.

Dafür hat die Intel-SSD-Toolbox noch den "Intel SSD Optimizer" an Bord, mit dem laut Intel-Empfehlung die TRIM-Funktion einmal wöchentlich ausgeführt werden sollte. Die aktuelle Firmware ist dabei für Ihre Intel-SSD die Voraussetzung, auch zum Update der Firmware stellt die Intel-SSD-Toolbox einen Menüpunkt mit der Bezeichnung "Firmware-Update" bereit.

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