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Windelsoor: Wie Sie als Eltern dagegen ankämpfen können

Lesezeit: 2 Minuten Ihr Baby hat gerötet Haut am Po und den Genitalien und weint beim Saubermachen und Wasserlassen? Windelsoor könnte die Ursache sein, die für Babys äußerst schmerzhaft ist. Als Eltern können Sie dazu beitragen, dass Ihr Kind schnell wieder gesund wird. Was das ist, lesen Sie in diesem Artikel!

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Windelsoor: Wie Sie als Eltern dagegen ankämpfen können

Windelsoor: Wie Sie als Eltern dagegen ankämpfen können

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Windelsoor ist eine Erkrankung, die häufig bei Babys vorkommt und bezeichnet eine Infektion mit dem Hefepilz Candida albicans. In Ländern, in denen Babys normalerweise gewickelt
werden, ist diese Hautentzündung weit verbreitet und betrifft meist den Po und die Genitalien des Babys. Auch die Oberschenkel, der Rücken und der Bauch können von Windelsoor betroffen sein.

Candida albicans kommt im Verdauungstrakt und im Mund des Menschen natürlicherweise vor. In feuchten Hautfalten und in den Schleimhäuten kann sich der Pilz aber vermehren und zu schmerzhafter Windeldermatitis führen. Diese äußert sich durch verschiedene Symptome.

Die Symptome bei Windelsoor

Windelsoor äußert sich bei Babys zunächst mit einer leichten Rötung im Bereich des Afters. Im weiteren Verlauf der Entzündung wird die Haut dann dunkelrot und die Rötung breitet sich über die Genitalien in den gesamten Windelbereich aus. Ein Merkmal von Windelsoor sind rote Bläschen, die manchmal weiß umrandet sind, und Pusteln, die großflächig über die Haut verteilt sind. Häufig ist der Rand des Ausschlags mit weißlichen und schuppigen Rändern befallen.

Windelsoor ist für Babys mit großen Schmerzen verbunden. Auch juckt die Haut häufig, wodurch das Baby unruhig ist und beim Säubern und wenn es sich einnässt weint. Fasst das Baby die entzündeten Stellen an und geht anschließend mit der Hand in den Mund, dann kann sich dort neben dem Windelsoor Mundsoor bilden. Diese zwei Hautkrankheiten gehen oft miteinander einher, da der Mund mit seinen Schleimhäuten anfällig für Pilzinfektionen ist.

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Was Eltern bei Windelsoor tun können

Neben einer medikamentösen Behandlung mit Salben und einer unterstützenden homöopathischen Behandlung, können Sie als Eltern verschiedene Dinge für Ihr Baby tun, um dem Windelsoor entgegenzuwirken.

Wichtig ist, dass der Windelbereich bei einer Infektion mit Windelsoor so sauber und trocken wie möglich gehalten wird. Nur so kann die Entzündung abklingen und die Haut des Babys heilen. Um diese Voraussetzungen zu schaffen, müssen verschiedene Dinge beachtet werden.

So sollten die Windeln bei Ihrem Baby in möglichst kurzen Abständen gewechselt werden. Optimal ist es, wenn das Baby phasenweise keine Windel trägt und Luft an die Haut kommt, damit die Entzündung abheilen kann. Baumwollwindeln sind bei Windelsoor eine gute Alternative zu den herkömmlichen Einmalwindeln aus dem Drogeriemarkt. Die Baumwollwindeln sollten allerdings nach jeder Benutzung ausgekocht werden.

So können Sie Windelsoor vorbeugen

Nach dem Windelwechsel sollte die Haut Ihres Babys mit lauwarmem Wasser abgewaschen und anschließend gut abgetrocknet werden. Die vom Arzt verschriebene Salbe kann dann aufgetragen werden und sollte im Optimalfall ein wenig an der frischen Luft einziehen, bevor das Baby wieder gewickelt wird. Nach jedem Wickelvorgang sollten Sie sich die Hände gründlich waschen und die Wickelunterlage wechseln oder desinfizieren. Milde und antientzündliche Bäder aus Hafer- oder Weizenkleie helfen dem Baby ebenso wie Ölbäder.

So wirklich schützen können Sie Ihr Baby vor Windelsoor nicht. Ein häufiges Wechseln der Windel, gerade wenn Ihr Baby Durchfall hat und ein regelmäßiges Säubern des Windelbereiches helfen aber prophylaktisch gegen Windelsoor. Feuchtigkeit begünstigt die Verbreitung von Windelsoor, weshalb Ihr Baby so trocken wie möglich gehalten werden sollte.

Bildnachweis: Irina Schmidt / stock.adobe.com

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